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Faßberg Bücherei in Müden bleibt erhalten
Celler Land Faßberg Bücherei in Müden bleibt erhalten
18:23 10.11.2010
Herwig Fock und Volker Nickel vom Förderverein Naturheimat Müden sowie Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte (von links) freuen sich über die gefundene Lösung Quelle: Udo Genth
Faßberg

MÜDEN. Die Bücherei in der historischen Müdener Wassermühle wird als „Bücherstube“ weiter bestehen; sie wird zukünftig vom Förderverein Naturheimat Müden betrieben.

Der hatte sich kürzlich gegründet und neben weiteren Zielen die Stärkung der Kultur in sein Programm geschrieben. Der Förderverein hat eine Vereinbarung mit der Gemeinde getroffen, dass die bisherige Bücherei gegen Kostenbeteiligung quasi unter Vereinsregie betrieben wird. Unberührt davon bleiben die Kinder- und Schülerbücher, die zwar im Bestand der Faßberger Gemeindebücherei geführt werden, jedoch in den Räumlichkeiten der Mühle verbleiben. Die Bücher stehen damit weiterhin der Müdener Grundschule und dem dortigen Kindergarten zur Verfügung.

Mit dieser Lösung kann der Forderung des Innenministeriums Rechnung getragen werden, die der Gemeinde Faßberg mitgeteilt hatte, man könne sich nicht den Luxus zweier Büchereien angesichts von schlechter Haushaltslage und zusätzlichen Zuschüssen aus Hannover erlauben.

Der Fördervereinsvorsitzende Volker Nickel beurteilt die Lösung positiv. „Wir freuen uns natürlich auch über Touristen als Besucher der Bücherstube, aber in erster Linie wollen wir die Bücherei als Kulturangebot in Müden erhalten“. Er denkt bereits an eine Zusammenarbeit mit Vereinen und Gemeinschaften wie auch der Müdener Jugendherberge.

Die Neuordnung startet zu Beginn des kommenden Jahres. Zunächst wird die „Bücherstube“ an zwei Nach-mittagen geöffnet sein. „Das ist eine Frage des Personals“, meint Herwig Fock vom Förderverein. Gesucht werden Interessierte, die sich für die Bücherstube engagieren wollen. „Vorkenntnisse sind nicht erforderlich“, beruhigt Fock, „wir werden jeden einarbeiten.“ Fock hofft auf zahlreiche Meldungen unter s (05053) 673, damit in Müden nicht nur die Kirche, sondern ebenso die Bücherei im Dorf bleibt.

Von Udo Genth