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Faßberg CDU fordert wolfsfreie Region im Landkreis Celle
Celler Land Faßberg CDU fordert wolfsfreie Region im Landkreis Celle
16:52 10.10.2017
Von Christopher Menge
Quelle: Ingo Wagner
Müden (Örtze)

Der nach Wunsch der CDU kommende niedersächsische Umweltminister nutzte diese für ein letztes Statement im "Ole Müllern Schün" in Müden. "Bienen sind ökologisch wertvoller als Wölfe", sagte er, bevor er sich auf den Weg zum nächsten Wahlkampftermin machte.

Auch zuvor hatte er vor knapp 40 Zuhörern klare Worte gefunden, denen sich Schepelmann anschloss. "Wir brauchen wolfsfreie Zonen – und diese Region gehört dazu", sagte Schepelmann. In der Gemeinde Faßberg hatte es zuletzt mehrere Wolfsübergriffe auf Heidschnucken gegeben. Schepelmann sagte, dass die Wölfe geschossen werden müssten, um zu lernen, dass der Mensch nicht ihr Freund sei.

"Ein Wolf, der ein Gatter am Ort plündert, ist verhaltensauffällig", sagte Oesterhelweg. "Heute ist es das Gatter – morgen der Kinderspielplatz." Große Teile der Bevölkerung hätten ein romantisches Bild vom Wolf, aber es handele sich um ein gefährliches Raubtier. "Wir akzeptieren, dass der Wolf wieder da ist, aber in unserer Kulturlandschaft hat der Schutz des Menschen Vorrang", betonte der Landwirt aus Wolfenbüttel. "Auch in meiner Heimat ist der Wolf inzwischen ein Thema, denn es geht nicht mehr nur um ein paar Landwirte, sondern ganze Dorfgemeinschaften, Waldkindergärten und der Tourismus sind gefährdet."

Allen Städtern, die das nicht nachvollziehen können, empfahl Oesterhelweg, sich mit den Menschen vor Ort zu unterhalten. "Wölfe bewegen sich in Dorf- und Hofnähe – Kinder können hier nicht mehr draußen spielen." Wenn ein Wolf durch ein Dorf marschiere, müsse er abgeschossen werden – da dürfe es keine zwei Meinungen geben.

Derzeit bestehe die große Gefahr, dass es zu Selbstjustiz komme. "Wir stehen kurz davor, dass die Leute selbst zur Knarre greifen, weil der Staat sie im Stich lässt", sagte Oesterhelweg. Für ihn gibt es nur einen Ausweg: Der Wolf muss ins Jagdrecht.

Aus dem Sieben-Punkte-Plan der CDU zum Wolf, den der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann maßgeblich ausgearbeitet hat, stellte Oesterhelweg noch einen anderen Punkt heraus. "Die Beweislast muss umgekehrt werden", sagte er. "Es kann doch nicht sein, dass der, der den Schaden hat, hinterherlaufen muss."