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Faßberg Deutscher Meister funkt aus der Heide
Celler Land Faßberg Deutscher Meister funkt aus der Heide
17:25 05.06.2012
‹ber seine Funkstation kn¸pft Stefan Hader Kontakte in alle Welt. Quelle: Udo Genth
Oberohe

Das Funken per Taste ist eine alte Technik. Im Jahr 1840 erhielt der amerikanische Erfinder Samuel Morse ein Patent auf den ersten Morseapparat, der im Laufe der Zeit vervollkommnet wurde. „Das Morsen hat mehrere Vorteile“, begründet Hader, weshalb er und viele andere in aller Welt heute noch dieses Verfahren zur Kommunikation nutzen. „Die wenige Technik, die dazu benötigt wird, ist ausgereift. Im Gegensatz zur Sprach-Telegrafie ist beim Morsen eine Kommunikation sogar bei leisen Zeichen möglich.“ Zudem wird die Verständigung durch standardisierte Ausdrücke erleichtert.

Letztlich benötigen die Morsefreunde nur eine geringe elektrische Leistung für ihr Hobby. „Wir funken mit 100 Watt“, erklärt Hader, „und damit kommen wir um die halbe Welt“. Er hatte schon Kontakt mit einem Funkerfreund in Neuseeland.

Hader wohnt in Bergen und gehört dem Faßberger Ortsverband des Deutschen Amateur Radio Clubs an. Er wurde 1960 in der thüringischen Skat-Stadt Altenburg geboren. „Seit meinem 14. Lebensjahr morse ich“, sagt der gelernte Elektriker. Im April nahm er in Erbenhausen in der Rhön am Wettbewerb um den Deutschen Telegraphie Pokal teil. Dabei errang Hader den Sieg in der Klasse der Senioren und ist damit Deutscher Meister. Als Angehöriger der Nationalmannschaft fährt er im Oktober zur Weltmeisterschaft in der Nähe von Zürich. Chancen allerdings rechnet er sich kaum aus. „Die Funker aus Osteuropa sind einfach zu stark“, weiß Hader.

Das Funken mit der Morsetaste ist für ihn in erster Linie ein schönes Hobby. Unter seinem Rufzeichen DL9ABM kennen Funk-Freunde aus nah und fern den Deutschen Meister aus der Südheide. (gen)

Von Udo Genth