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Faßberg Disskussion über Bürgerblockheizkraftwerke
Celler Land Faßberg Disskussion über Bürgerblockheizkraftwerke
17:30 24.11.2010
Faßberg

Geld einsparen durch ein Bürgerblockheizkraftwerk (BHKW) möchten die Politiker des Bauausschusses bei der Erneuerung der Faßberger Grund- und Realschule. Allerdings ist die Option derzeit noch nicht abschließend geprüft, so dass die Verwaltung bei der Vorstellung der verschiedenen Varianten diese Option nicht mit einrechnete.

Ein Umstand, der von der SPD deutlich kritisiert wurde. „Ich finde die gesamte Aufstellung falsch und nicht gut vorbereitet“, sagt Michael Bogmaier (SPD). Ein BHKW sei kostenfrei und würde die Heizkosten deutlich verringern. Wolfgang Granobs wies diese Kritik zurück und verwies auf die noch nicht abgeschlossenen Gespräche. „Wir können nichts berücksichtigen, dass noch nicht feststeht“, sagte Granobs. Zudem würde es nicht gehen, dass man die Heizleistung des BHKW mit in die Grundversorgung rechnen würde.

Das sahen auch die Bauausschussmitglieder so. Sie empfahlen deshalb zwei Brennwertgeräte, die rund 800 Kilowatt Leistung bringen. Ausdrücklich wurde jedoch festgelegt, dass ein Bürger-BHKW möglich ist. Für die Gemeinde wären der Einbau und Betrieb umsonst. Der oder die Investoren würden durch Förderung bei der Stromeinspeisung profitieren. Diese Förderung gibt es aber nur, wenn die Wärme entsprechend verwertet und nicht einfach in die Luft gepustet wird.

Nicht nur in der Schule können sich die Faßberger Politiker eine solche Anlage vorstellen. Auch bei der Beheizung des Freibades ist „eine solche Variante überlegenswert“, sagt das CDU-Ausschussmitglied Klaus Radlandski. Für den Winter könnte das Hotel Herrenbrücke die Wärme übernehmen.

Von Tore Harmening