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Faßberg Ein bisschen Schottland mitten in Faßberg
Celler Land Faßberg Ein bisschen Schottland mitten in Faßberg
18:35 09.11.2018
Weltmeister unter sich: Ronnie Bromhead, Jim Semple und Brian Lamond beim Konzert in Faßberg. Quelle: Marie Nehrenberg
Faßberg

Schottische Flaggen, so weit das Auge reicht, und eine ganze Ansammlung von Männern und Frauen in karierten Schottenröcken mitten in Faßberg können nur eins bedeuten: Das jährliche Dudelsackkonzert der "Northern Winter School" in der "Oase – Haus Schlichternheide" steht kurz bevor. Rund 300 Leute sind am Mittwoch gekommen, um in die traditionelle Welt Schottlands einzutauchen und den einzigartigen Klängen und Melodien zu lauschen.

Nachdem sich die Türen des Saals schließen, wird es still und alle blicken erwartungsvoll Richtung Eingang. "It's Showtime!", ruft Drum Major Billy Jordan seiner Gruppe zu, die daraufhin synchron und mit den Dudelsäcken im Arm Richtung Bühne marschiert. Zunächst zeigen die Anfänger und Fortgeschrittenen ihr Können an dem schwer zu bespielenden Instrument.

"Die machen das ganz toll", schwärmt Martha Harms. "Mein Mann und ich freuen uns schon das ganze Jahr auf das Konzert, die Stimmung ist immer großartig." Sie hat sich heute extra zum Anlass passend einen Rock im Schottenmuster angezogen. Damit ist sie nicht allein. Die Musiker tragen alle die traditionelle schottische Tracht und zeigen überzeugend, was sie im vorangegangenen Workshop gelernt haben. Das sieht auch Ronnie Bromhead, Pipe Major und Leiter des Workshops, so. "Ich weiß nicht, ob es aufgefallen ist, aber die haben das echt super gemacht", scherzt er mit den begeisterten Zuhörern. Nach einer kurzen Pause trifft sich schließlich die Creme de la Creme der Dudeler auf der Bühne. Die acht Lehrer sind allesamt Weltmeister und natürlich waschechte Schotten. Sie begeistern mit mehrstimmigen Stücken, unter anderem mit dem weltberühmten "Amazing Grace", und einer imposanten Show. Der Spaß, den die Profis auf der Bühne haben, schwappt auf die Besucher über. Es wird geklatscht, geschunkelt, mitgesummt und am Ende des Abends tosend applaudiert.

Von Marie Nehrenberg