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Faßberg Ein halbes Jahrhundert - Kirche in Faßberg feiert Geburtstag
Celler Land Faßberg Ein halbes Jahrhundert - Kirche in Faßberg feiert Geburtstag
17:29 14.11.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Michael Schäfer
Faßberg

"Nachdem Faßberg 1933 gegründet wurde, folgte fünf Jahre später mit der Kirchenweihe die Gründung der Gemeinde", sagt Hans Jürgen Lang, der das Leben der katholischen Kirchengemeinde von Kindheit an kennt und dort "schon ewig aktiv ist".

Zunächst waren evangelische und katholische Kirche in Faßberg miteinander unter einem Dach in der Michaelkirche untergebracht. "Der Gottesdienst für uns Katholiken war am Sonntag um halb neun, für die Evangelen dann um zehn", erinnert sich Lang. Als die britischen Soldaten 1956 den Fliegerhorst an die Deutschen zurückgaben und immer mehr deutsche Soldaten mit ihren Familien – darunter um die 1600 Katholiken – nach Faßberg kamen und Siedlungen gebaut wurden, musste die katholische Gemeinde handeln. "Es war einfach nicht mehr genug Platz für uns in der Kapelle und wir wollten eine eigene Kirche haben", so der 69-jährige Lang. Also ließ Heinrich Maria Janssen, Bischof von Hildesheim, eine zweite Kirche in Faßberg bauen: die Heilig-Geist-Kirche.

Was folgte, war eine wechselhafte Zugehörigkeit der Faßberger Katholiken im Laufe der Geschichte. Nachdem sie von der St.-Paulus-Gemeinde Unterlüß betreut wurden und auch zwischendurch der Gemeinde Bergen zugeordnet waren, gehören sie seit 2006 zur St.-Michael-Gemeinde Munster. "Mittlerweile ist unsere Gemeinde auch etwas kleiner geworden. Es ziehen nicht mehr so viele Soldaten in den Ort, sondern pendeln", bedauert Lang.

Trotz sinkender Mitglieder wohnte dem 50. Weihetag in der Heilig-Geist-Kirche eine stattliche Gemeinde bei. Neben einem festlichen Gottesdienst, der von dem Dechant des Dekanates Celle, Pater Andreas Tenerowicz, geleitet und von Pfarrer Jacek Kubacki und Militärpfarrer Thomas Funke assistiert wurde, folgte ein gemütliches Beisammensein in heiterer Atmosphäre in der Oase.

Pfarrer Jacek Kubacki nutzte seine Begrüßungsrede, um den Gottesdienstbesuchern zu danken. Trotz der "wahrhaft wechselvollen Geschichte der Kirche engagieren sich viele bis auf den heutigen Tag für die katholische Gemeinde". Die Heilig-Geist-Kirche sei ein Haus Gottes, in dem die Gemeinde immer wieder neu die Kraft suchen und finden könne. "Diese Kraft ermöglicht es uns, wachsam und zugleich aufmerksam für den Augenblick und die Zeit zu sein", so Kubacki. "Es kommt immer darauf an, wie wir Christen – welchen Bekenntnisses auch immer – die Botschaft unseres Gottes, unseres Herrn Jesus Christus in der Welt von heute umsetzen." (als)