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Faßberg Fanfarenklänge und wirbelnde Sticks
Celler Land Faßberg Fanfarenklänge und wirbelnde Sticks
14:18 12.07.2017
Beim Instrumentenworkshop beweisen Mattis, Finja und Janke (von links) musikalisches Talent. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
Faßberg

„Geht nicht“ hieß es am Anfang noch bei den meisten, weil trotz oder gerade wegen der aufgeblähten Backen kein Ton herauskommen wollte. Doch unter Worthmanns geduldiger Anleitung lernten die Kinder nach und nach, den Naturtrompeten die ersehnten Töne zu entlocken.

Und nachdem erst einmal das Prinzip erkannt und der erste Ton herausgekommen war, war das sprichwörtliche Eis gebrochen, und das Selbstbewusstsein stieg. Schon nach rund 30 Minuten folgten dem ersten Ton buchstäblich in einem Atemzug der zweite und der dritte, und es begann ein fröhlich-vergnügliches Miteinander.

Beim Trommeln hingegen war es natürlich kein Problem für die Kids, für Töne zu sorgen. Hier ging es vielmehr darum, auf Landsknecht-Trommeln und Snare-Drums mit wirbelnden Sticks und tanzenden Klöppeln einen gemeinsamen Rhythmus zu finden und einen perkussiven Klangteppich auszubreiten. Und wieder einmal stellte sich heraus: Kindern liegt der Rhythmus im Blut. Lüllwitz brauchte quasi nur noch den Takt anzugeben, und schon waren die begeisterten jungen Musikanten ganz in ihrem Element.

Von musikantischer Zurückhaltung war an beiden Stationen schon bald keine Rede mehr. Im Gegenteil. Erst als ihnen der Duft von Grillwürsten und Pommes in die Nase zog, legten sie die Instrumente – fast schon ein wenig bedauernd – zur Seite. Denn eines haben die Kinder auf jeden Fall gelernt: Gemeinsam Musik zu machen ist weitaus schöner als zu Hause allein auf der Tischplatte herumzutrommeln.

Von Rolf-Dieter Diehl