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Faßberg Faßberger Grundschullehrer gegen Umzug
Celler Land Faßberg Faßberger Grundschullehrer gegen Umzug
16:18 27.02.2014
Einträchtig nebeneinander stehen Grund- und Oberschule in Faßberg. Das Kollegium der Grundschule möchte von dort nicht weg. Quelle: Udo Genth
Faßberg

„Unserer Meinung nach gibt es eine weitere Option, über die es zumindest nachzudenken gilt: Die Grundschule könnte ohne erheblichen finanziellen Aufwand in das Gebäude der Oberschule umziehen und sämtliche erst vor ein paar Jahren renovierte Räume wie bisher weiterhin nutzen”, schreiben die Mitarbeiter.

Sie führen an, dass die Grundschule einige wichtige Räume schon jetzt nutzen würde, wie etwa die für Naturwissenschaften. Die große Sporthalle werde sowohl für Unterricht als auch für Veranstaltungen gebraucht und „der Verlust der Schwimmhalle wäre gravierend”, heißt es in dem Brief. Außerdem seien die Pausenhalle und die Mensa für die Grundschule „unverzichtbar”. Auch die Faßberger Bürger würden Ereignisse wie Einschulungen und Weihnachtsbasare dort gerne besuchen.

Es werden weitere Vorteile des Gebäudes am Lerchenweg aufgezählt wie die moderne Schulküche und der direkte Zugang zum Wald. „Wenn man sich das Gebäude der Peter-Härtling-Schule anschaut, kann sie selbst nach einer vollständigen Sanierung nicht annähernd die Möglichkeiten bieten wie die Lerchenschule”, heißt es im Schreiben der Mitarbeiter. Der Umzug in die Räume der jetzigen Oberschule sei zudem ohne jeden Kostenaufwand. Der dann leer stehende Grundschultrakt könnte nach dem Vorschlag der Mitarbeiter durch den Kindergarten Boelckeweg genutzt werden, der derzeit sehr beengt untergebracht sei. Das würde auch für die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindergarten weiter fördern.

Anlass für den Brief war eine Dienstversammlung mit dem Bürgermeister Frank Bröhl. Der hat derzeit den Auftrag, sich die Schullandschaft anzuschauen auch mit dem Hintergrund, dass der Oberschulzweig ab 2015 geschlossen wird. Im Rat ist die Idee eines Umzuges sehr umstritten. Die CDU will zumindest eine Prüfung haben, die SPD lehnt die Pläne rundweg ab, weil sie sie für nicht finanzierbar und die Peter-Härtling-Schule für marode hält.

Tore Harmening

Von Tore Harmening