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Faßberg Faßberger Gruppe fordert Verkehrsinsel und Tempo 70
Celler Land Faßberg Faßberger Gruppe fordert Verkehrsinsel und Tempo 70
17:43 12.06.2018
Von Christopher Menge
Die Markierung auf der Fahrbahn am Ortseingang Poitzen erfüllt nicht ihren Zweck, kritisiert die CDU-FDP-Gruppe. Quelle: Oliver Knoblich
Poitzen

Sie fordern daher, dass auf der Landesstraße 240 in Poitzen Verkehrsinseln installiert werden. Zudem soll in der Kurve von Müden kommend Tempo 70 eingerichtet werden. Der Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Energie der Gemeinde Faßberg beschäftigt sich mit dem Antrag in der Sitzung am morgigen Donnerstag, 18 Uhr, im Faßberger Rathaus.

"Im Einfahrtsbereich von Müden in Richtung Poitzen besteht vor und innerhalb der Kurve die Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern", sagt Gruppensprecher Volker Nickel. "Diese Kurve war in der Vergangenheit Ort von mittleren und schweren Unfällen auch mit Todesfolge." Immer wieder würden zudem Fahrzeuge nach dem Ortsschild – obwohl die Fahrbahn verengende Markierung aufgebracht wurde – mit deutlich höherer Geschwindigkeit als 50 Stundenkilometer in die Ortschaft fahren. Nickel sieht eine besondere Gefahr: "Hinter der nicht einsehbaren Kuppe befindet sich unmittelbar eine Bushaltestelle, die in erster Line durch Schüler frequentiert wird."

Und auch an der zweiten Ortseinfahrt von Kreutzen kommend ist es aus seiner Sicht nicht besser. Zwar wurde hier im vergangenen Jahr im Zuge der Sanierung ebenfalls eine Markierung aufgebracht, doch auch hier fahren viele Autofahrer schneller als erlaubt in den Ort. "Gefährdend kommt hinzu, dass an der ersten Kreuzung im Ort der Fahrradweg über die L 240 wechselt", so Nickel. "Hier ist es auch schon mehrfach zu Beinah-Unfällen gekommen."

Wie hoch eine Hecke im Baugebiet Speier III in Faßberg sein darf, ist in den örtlichen Bauvorschriften geregelt. Die Höhe wird „zwingend auf 80 Zentimeter festgesetzt“ heißt es da. An vielen Grundstücken im Baugebiet wird die Vorschrift allerdings bereits seit Jahren nicht eingehalten – möglicherweise mit Zustimmung aus dem Faßberger Rathaus. Das behauptet zumindest der Eigentümer einer Lebensbaumhecke, die ins Visier des Nachbarn geraten ist. Ein Fall für den Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Energie der Gemeinde Faßberg.

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