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Faßberg Faßberger Hakenkreuz-Glocke soll bleiben
Celler Land Faßberg Faßberger Hakenkreuz-Glocke soll bleiben
20:18 13.04.2018
Von Christopher Menge
Hannes Garbe unterschreibt bei Hans Stenmans (rechts) für den Erhalt der Hakenkreuz-Glocke in der Faßberger Michaelkirche. Quelle: Christopher Menge
Faßberg

Nachdem sich im März Vertreter der zehnköpfigen Gruppe um Hans-Dietrich Springhorn, die vehement einen Austausch der Glocke gefordert hatten, mit Pastor Rudolf Blümcke zu einem Friedensgipfel getroffen hatten, hat sich inzwischen eine weitere Gruppe gegründet. Ihre Forderung: Die Glocke soll bleiben.

Zahlenmäßig ist die neue Gruppe um Hans Stenmans, die sich für den Erhalt der Kirchenglocke einsetzt, mit sieben Aktiven etwas kleiner als die Gruppe der Glockengegner, aber Stenmans und Co. haben nach eigenen Angaben schon 600 Unterschriften für den Verbleib der Glocke in der Michaelkirche gesammelt. „Ziel ist es, 1000 Unterschriften zu bekommen“, sagt Stenmans. „Das ist dann ein guter Schnitt.“ Schließlich leben im Ort Faßberg „nur“ 3073 Erwachsene, insgesamt sind es 3627. In der gesamten Gemeinde Faßberg leben 6101 Menschen. Die Unterschriftenlisten liegen an 25 Stellen in der Gemeinde Faßberg aus.

„Die Glocke klingt die ganze Zeit – das ist unsere Geschichte“, sagt der Faßberger Werner Adolf, der sich in der vergangenen Woche beim Wochenmarkt in die Liste eingetragen hat. „Ich heiße das nicht gut, was damals passiert ist, aber die Glocke hat doch keinem etwas getan. Und wenn, müsste man auch die Kirche abreißen.“

Die Faßberger würden die Geschichte des Ortes genau kennen, sagt auch Stenmans, der seit 30 Jahren in Faßberg lebt. „Es ist nicht verständlich, warum die Glocke nach über 70 Jahren plötzlich weg soll." Die Glocke habe auch beim Fliegeralarm geläutet. „Dann wussten alle, dass sie sich im Keller verstecken müssen“, sagt Stenmans, der sich auch an den Kirchenvorstand gewandt hat. „Ich habe Einspruch eingelegt – die Faßberger wollen nicht, dass die Glocke wegkommt.“

Im November hatte der Kirchenvorstand zunächst entschieden, dass die Glocke der Michaelkirche, die seit dem Bau der Kirche 1938 im Turm schlägt, weiterhin läuten soll. Im Februar hatte das Gremium dann anders entschieden und beschlossen, die Hakenkreuz-Glocke durch eine neue zu ersetzen. Ein Auftrag für einen Glockenguss, der von der Landeskirche finanziert wird, wurde bereits erteilt.

Was mit der Hakenkreuz-Glocke passiert, steht unterdessen noch nicht fest. Im Frühsommer soll es eine Bürgerversammlung geben, in der den Bürgern die Ergebnisse der Untersuchung von Mareike Rake, Leiterin des Landeskirchlichen Archivs, vorgestellt werden. Anschließend will der Kirchenvorstand gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern und den Bewohnern Faßbergs den weiteren Umgang mit dem historischen Erbe erörtern.

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