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Faßberg Faßberger Kommunalpolitiker Winfried Hoff in Ruhestand verabschiedet
Celler Land Faßberg Faßberger Kommunalpolitiker Winfried Hoff in Ruhestand verabschiedet
17:48 30.03.2017
Von Christopher Menge
Der allgemeine Vertreter des Faßberger Bürgermeisters, Winfried Hoff. Quelle: Oliver Knoblich
Faßberg

Seine berufliche Laufbahn begann morgen vor 50 Jahren im Faßberger Ortsteil Müden. In der Müdener Maschinenfabrik erlernte der Hermannsburger den Beruf des Technischen Zeichners. Nach erfolgreicher Prüfung diente Hoff acht Jahre lang bei der Bundeswehr – die meiste Zeit in Faßberg. Bis dort das Rathaus seine Arbeitsstelle wurde, bedurfte es aber noch einen Umweg über den Landkreis Celle, wo er eine Ausbildung im gehobenen Dienst absolvierte und sechs Jahre lang bis zum 30. Oktober 1985 arbeitete. „Während meiner Ausbildung beim Landkreis habe ich ein Gemeindepraktikum in Faßberg absolviert“, erzählt Hoff lächelnd, „da habe ich wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen – ich wurde gefragt, ob ich nach Faßberg kommen wolle.“

So kam es: erst als Zuständiger für den Bereich Finanzen und Personal unter Walter Lindemann und ab 1. Mai 1991 dann als Bauamtsleiter, nach der Umstrukturierung als Leiter des Fachbereichs I. „Es ist eine sehr interessante Aufgabe, an der Entwicklung der Gemeinde mitzuwirken“, sagt Hoff, dessen erstes Projekt die Umgestaltung der Ortsmitte um das Rathaus in Faßberg war. Der Gehweg, der derzeit an der Großen Horststraße vom Fliegerhorst bis zum Kreisel gebaut wird, schließt dieses 26 Jahre später ab.

Ehe um die Jahrtausendwende der Umbau des Faßberger Rathauses, bei dem ein zweites Haus in das Atrium des ersten Hauses gebaut wurde – beide Teile sind auch heute nur im Dachstuhl verbunden – , führte Hoff der Weg zurück nach Müden. Die Wassermühle wurde saniert, die Örtze umgeleitet. Und auch in den folgenden Jahren gab es viele Aufgaben: Die Erschließung neuer Baugebiete, der Bau des Kreisels in Faßbergs oder die jetzt anstehende Erweiterung des Ferienparks Heidesee – Winfried Hoff hatte immer seine Finger im Spiel.

„Hinter jeder Aufgabe steht der Umgang mit Menschen“, erklärt der Scheidende die Motivation für seine Arbeit. Zu seinem 65. Geburtstag bekam er auch Besuch von seinem Chef. Darüber freute er sich so sehr, dass er mit Bürgermeister Frank Bröhl durch den Flur tanzte. „Das sind die Begegnungen, die Freude machen“, sagt Bröhl, der Hoff schon aus seiner Jugendzeit kennt und vor allem seine Verlässlichkeit schätzt.

Hoff haben auch die internationalen Begegnungen viel Freude bereitet, etwa die Partnerschaft mit der französischen Stadt Yerville oder mit Duszniki in Polen. „Die Besuche erweitern den Horizont“, sagt Hoff, der sich in der neuapostolischen Kirchengemeinde Hermannsburg ehrenamtlich engagiert.

Für seinen Ruhestand hat er noch keine konkreten Pläne. „Mit meiner großen Familie wird mir aber nicht langweilig“, sagt Hoff lachend. Er hat sechs Kinder und neun Enkel. Zudem wird der Pensionär wohl mehr Zeit als bisher auf einem Campingplatz im Wendland verbringen. Am 25. April kehrt er aber zunächst noch einmal zurück nach Müden – dort, wo die berufliche Laufbahn einst begann, wird er als letzte Amtshandlung den Baum des Jahres pflanzen.