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Faßberg Feuerwehrmann aus Faßberg spendet Stammzellen
Celler Land Faßberg Feuerwehrmann aus Faßberg spendet Stammzellen
23:25 12.02.2018
Von Christopher Menge
Der Faßberger Gerry Bachmann spendet für seinen an Leukämie erkrankten genetischen Zwilling Stammzellen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Faßberg

"Ich bin über die Bundeswehr in die Spenderkartei geraten", erzählt der Berufssoldat. Vor gut 15 Jahren habe es auf dem Fliegerhorst Faßberg eine Typisierungsaktion für einen an Leukämie erkrankten Stabsfeldwebel gegeben. "Da haben wir uns alle registrieren lassen und haben die Kosten dafür selbst übernommen", erzählt Bachmann.

Da er aber inzwischen den Nachnamen seiner Frau angenommen hat, war es für die Mitarbeiter der Knochenmark-Spenderdatei DKMS gar nicht so einfach, Bachmann zu finden, als feststand, dass sein genetischer Zwilling seine Hilfe benötigt. "Sie sind dann über das Einwohnermeldeamt gegangen", sagt der Vater eines zweijährigen Sohns. Ende September bekam der Faßberger schließlich Post mit der Bitte, eine zweite Typisierung beim Hausarzt durchzuführen. "In dem Umschlag waren schon die Spritzen für die Blutabnahme drin – das war alles sehr professionell", berichtet Bachmann, der gleich am nächsten Tag seinen Arzt aufsuchte. Nach einer weiteren Voruntersuchung in einer Klinik im Rheinland stand fest, dass Bachmann der passende Spender ist.

Vier Tage lang musste er sich schließlich zweimal täglich ein Medikament spritzen ("Thrombosespritzen sind schlimmer"), bevor er Ende Januar erneut ins Rheinland fuhr, um sich in einem der Dialyse ähnlichen Verfahren Blut entnehmen zu lassen. "Im linken Arm hatte ich eine dicke Nadel – den konnte ich gar nicht bewegen", erzählt Bachmann. "Die Nadel im rechten Arm war kleiner." Dreieinhalb Stunden dauerte die Prozedur. Außer Kribbeln in den Fingern, wogegen Bachmann Calcium bekam, hatte der Faßberger keine Beschwerden. Die drei Patienten, die in der Klinik gleichzeitig ihre Stammzellen spendeten, hatten sich zuvor auf den Film "Fack ju Göhte 3" geeinigt, der auf einem großen Fernseher lief. Für Unterhaltung war somit gesorgt.

100 Tage nach der Spende bekommt Bachmann nun ein Info, ob der Körper seines genetischen Zwillings die Stammzellen angenommen hat. Nach einem Jahr besteht die Möglichkeit, dass sich die beiden kennenlernen. "Ich würde dem zustimmen", sagt Bachmann, "aber für mich war es ja keine große Sache – ich bin ja nur zweimal ins Rheinland gefahren."

Selber hat der Soldat, der seit 2001 in Faßberg stationiert ist, noch nie etwas mit Leukämie in der Familie oder dem Freundeskreis zu tun gehabt. Für ihn steht aber fest, dass er sofort wieder spenden würde. "Es ist möglich, dass ich in drei Monaten noch einmal für den gleichen Empfänger spenden muss", sagt Bachmann. Insgesamt ist er jetzt zwei Jahre lang für ihn "reserviert". Dann ist der Mann hoffentlich über den Berg.

"Meine Freunde finden das alle toll, dass ich gespendet habe", sagt Bachmann. Zwei Arbeitskollegen hätten sich außerdem gleich ein Typisierungsset bestellt. "Man muss ja nur kurz ein Stäbchen in den Mund stecken", sagt der Stammzellenspender.

Und die Nebenwirkungen? "Ich war zwei Tage lang ein bisschen müde und meine Milz hat sich etwas vergrößert", erzählt Bachmann, "der Muskelkater nach einem Feuerwehreinsatz ist aber sonst wesentlich schlimmer."

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