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Faßberg Frank Bröhl: Die Gemeinde gestalten
Celler Land Faßberg Frank Bröhl: Die Gemeinde gestalten
09:42 18.09.2013
"Die Familie ist meine Basis": Frank Bröhl mit seinem Sohn Max (links) und seiner Tochter Rieke sowie seiner Ehefrau Ulrike Fleischmann. Quelle: Janek Dann
Faßberg

Er lebt seit fast 40 Jahren in Faßberg, hat als Jugendlicher das Christian-Gymnasium besucht und in der Band El-Sahel Musik gemacht, die jüngst beim Mai-City Festival ein Comeback feierte. „Müden war schon immer eine Perle. Faßberg dagegen hat sich seit meiner Jugend verändert und ist richtig schön geworden. Außerdem identifizieren sich die Menschen mehr mit diesem Ort”, sagt Bröhl.

Jetzt also will er in das höchste Faßberger Verwaltungsamt, um die Geschicke dieser Gemeinde zu lenken. Viele Stunden täglich verwendet er nach eigenen Aussagen derzeit dafür, seinen Wahlkampf voranzutreiben und bekannter zu werden. Seine berufliche Karriere hatte er bisher außerhalb des Landkreises bei der Polizei gemacht. Dort trat er 1985 ein, absolvierte ab 1990 drei Jahre ein Studium und schloss als Diplomverwaltungswirt ab, um dann in verschiedenen Positionen „zehn bis zwölf Stunden täglich zu arbeiten, bis meine Familie irgendwann gesagt hat, dass sie mich jetzt gerne mal ein bisschen häufiger sehen will”, sagt Bröhl.

Unter anderem war er im Vorbereitungsstab für die Expo 2000 und hat bei der damaligen Bezirksregierung Lüneburg ein Konfliktmanagement für Großeinsätze wie die Castor-Transporte mitentwickelt. 2007 rückte er näher an Faßberg und die Familie, indem er im Nachbarlandkreis die Leitung der Polizeistation Bad Fallingbostel übernahm. Inzwischen ist der Polizeihauptkommissar Leiter des Einsatz- und Streifendienst sowie stellvertretender Dienststellenleiter beim Polizeikommissariat Munster.

„Ich habe sehr oft in Stellen gearbeitet, bei denen Verwaltungsstrukturen von Null aufgebaut werden mussten, deshalb kenne ich mich damit aus”, sagt Bröhl. Kommunalpolitische Erfahrung hat er keine, aber das ist aus seiner Sicht eher ein Vorteil. „Ich habe in vielen beruflichen Positionen bereits gelernt, was es bedeutet, Chef zu sein und kann mich schnell in verschiedene Situationen hineindenken.”

Auch das er als parteiloser Kandidat wenn auch mit Unterstützung der CDU und FDP antritt, hält er für den Posten als Bürgermeister für richtig. „Natürlich stehe ich den Einstellungen dieser Parteien nahe, aber letztlich will ich ein Bürgermeister für alle sein”, sagt Bröhl. Gestalten will er die Gemeinde, in der er schon so lange mit seiner Familie lebt.

Sein Sohn Max (15) und seine Tochter Rieke (20) stammen aus Bröhls erster Ehe, inzwischen ist er mit Ulrike Fleischmann verheiratet. Max besucht die zehnte Klasse der Realschule in Faßberg, Rieke steht kurz vor dem Abschluss zur Industriekauffrau. „Meine Familie ist die Basis meines Lebens”, sagt Bröhl. Auch wenn er für sie und Hobbys derzeit nicht viel Zeit hat.

Als einer der wenigen Freizeittermine ist der Mittwochabend fest gebucht. Da probt der Saxophon-Spieler mit seiner Band Adams Familiy. Außerdem fährt er gerne Motorrad. Doch bis zum 22. September wird seine Dukati wohl eher in der Garage bleiben, denn Bröhl ist bis dahin auf Wahlkampftour.

Tore Harmening

Von Tore Harmening