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Faßberg Frank Bröhl ist neuer Bürgermeister in Faßberg
Celler Land Faßberg Frank Bröhl ist neuer Bürgermeister in Faßberg
00:06 23.09.2013
Frank Bröhl zusammen mit seiner Frau Ulrike Fleischmann und jubelnden Anhängern Quelle: Tore Harmening
Faßberg

Als Frank Bröhl sich im April 2014 zur Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Faßberg entschloss, da war er noch nicht unbedingt guten Mutes, was seine Wahlchancen betraf. Noch im Juli meinte der 48-Jährige, der bisher außerhalb des Landkreises Celle bei der Polizei Karriere gemacht hat, in einem Gespräch, dass Kay Peters schon ziemlich bekannt sei und er doch eher als Außenseiter ins Rennen gehe.

In den vergangenen Monaten hat Bröhl im Wahlkampf aber über 100 Termine in der Gemeinde Faßberg absolviert, hatte Unternehmen, Kindergärten und andere Einrichtungen besucht und sich „in die wichtigsten Themen eingearbeitet – auch wenn er noch nicht über das detaillierte Faktenwissen von Kay Peters verfügt, der im Rat sitzt”, sagte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Faßberg-Müden, Hans-Jürgen Birk.

Die Arbeit hat sich ausgezahlt. Am Sonntagabend feierte Frank Bröhl zusammen mit seiner Familie und vielen Anhängern in seinem Garten in Faßberg, nachdem er sich mit 300 Stimmen Unterschied gegen Kay Peters durchgesetzt hatte. Er kam am Ende auf 53,8 Prozent der Stimmen.

„Nach der Podiumsdiskussion der Celleschen Zeitung war ich das erste Mal überzeugt, dass ich die Wahl gewinnen kann, denn vorher hat mir der Vergleich gefehlt”, sagte Bröhl. Auch nach Einschätzung des Gemeindeverbandsvorsitzenden Birk hat sie dem parteilosen Kandidaten noch ein kleines Momentum im Schlussspurt verliehen.

Die vergangenen Wochen waren auch für Bröhl stressig, aber „ich habe immer mehr Freude an den Aufgaben bekommen und denke, dass ich den Job auch gut machen kann”, sagt der neue Bürgermeister. Letztlich sei es ohnehin wichtig, dass das gesamte Team gute Arbeit macht.

Die Persönlichkeit und die kommunale Ebene sind es, die die Wahl aus seiner Sicht entschieden haben. „Der Trend auf der Bundesebene zur CDU hat bei dieser Wahl überhaupt keine Rolle gespielt”, so Bröhl. Inhaltlich haben er und Kay Peters sich dabei nicht allzu sehr unterschieden. Letztlich glaubt Hans-Jürgen Birk, dass die Idee einen überparteilichen Kandidaten aufzustellen, bei vielen Wählern gut angekommen ist.

Am 1. Oktober wird Bröhl offiziell das Amt von Hans-Werner Schlitte übernehmen, der gestern Abend seinem Nachfolger gratulierte. „Ich freue mich richtig doll auf die Arbeit und hoffe, dass ich alle die Erwartungen, die in mich gesetzt werden, auch erfüllen kann”, so der neue Bürgermeister. Alles andere wollte er dann zu einem späteren Zeitpunkt sagen – und erst mal den Abend genießen und feiern.

Tore Harmening

Von Tore Harmening