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Faßberg Frank Bröhl zieht nach drei Monaten erste Bilanz
Celler Land Faßberg Frank Bröhl zieht nach drei Monaten erste Bilanz
21:51 01.01.2014
Frank Bröhl
Faßberg

Der Spaß am des neuen Bürgermeisters ist geblieben: „Ich hab mich vorher gefragt, ob ich irgendwann mal sage: Gott was hast du da gemacht, aber das ist nicht passiert”, sagt Bröhl.

Er findet derzeit noch fast jeden Tag spannend, merkt aber auch, dass Bürgermeister auch ein Job ist, den man erst lernen muss. „Meine Verwaltungserfahrung kommt mir zugute, aber in einige Aufgaben muss man erst hineinwachsen.”

Fast 100 Tage ist er jetzt im Amt. Da stellt sich die Frage, was bereits angefasst wurde. Dabei kann Bröhl auf ein Thema verweisen, das bei der CZ-Podiumsdiskussion zur Sprache kam – der Weg von Poitzen nach Müden. Hier gab es Klagen von Eltern, das dort zu schnell gefahren wurde. Inzwischen gilt dort Tempo 50, „wegen der schlechten Straße hat der Landkreis beschlossen”, sagt Bröhl. Natürlich.

Ansonsten hat er erste Gespräche zum Thema Verbesserung der Internetanbindung geführt und will dem Rat Ideen vorstellen, wie es mit der Infrastruktur in Faßberg weiter gehen soll. So zum Beispiel mit dem Gebäude der ehemaligen Peter-Härtling Schule. „Hier gilt es zusammen mit der Politik Konzepte zu entwickeln”, sagt Bröhl.

Auch intern scheint der Bürgermeister einiges umzustellen auch wenn er im Gespräch seine „tolle Mannschaft lobt, die viele Ideen einbringt. Ich wäre ja dumm, wenn ich die nicht aufgreifen würde”, sagt Bröhl. Dass sich im Rathaus einiges ändern soll, wird an den wenigen externen Projekten deutlich, die Faßberg sich für 2014 vorgenommen hat und einer intern gebildeten Arbeitsgruppe. „Wir wollen ein modernes Dokumentenmanagment-System einführen und deshalb nicht mehr als nötig machen”, sagt Bröhl.

Das Faßberger Rathaus, so will es der neue Chef, soll Dienstleister für die Bürger sein. Dazu gehören auch so kleine Dinge, wie das freihalten der ersten Parkreihe vor dem Rathaus, damit die Besucher kurze Wege haben.

Doch für Bröhl ist auch klar, dass Veränderungen behutsam gemacht werden müssen. „Zunächst muss ich komplett verstehen, wie die einzelnen Bereich funktionieren und darf nicht mit der Axt dazwischen hauen”. Und er will die Mitarbeiter mitnehmen. Aber eins ist für ihn auch klar. Er möchte der Verwaltung seinen „Stempel aufdrücken”.

Von Tore Harmeing