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Faßberg Freies WLan soll Attraktivität in der Gemeinde Faßberg steigern
Celler Land Faßberg Freies WLan soll Attraktivität in der Gemeinde Faßberg steigern
15:43 30.09.2016
Faßberg

„Wir müssen unseren Blick in die Zukunft richten und dürfen den Anschluss nicht verlieren“, so Volker Nickel, Fraktionsvorsitzender der CDU in Faßberg. In anderen Gemeinden und Städten sei freies WLan schon selbstverständlich und ein erfolgreiches Konzept.

Der Antrag sei vor dem Hintergrund der Änderung des Telemediengesetzes gestellt worden. Im Juni hatte sich der Bundestag über die Abschaffung der sogenannten Störerhaftung geeinigt. Dabei stellt der Anbieter – sei es eine Privatperson, ein Gewerbebetrieb oder eben eine Gemeinde – lediglich den Zugang zum Internet öffentlich bereit. Für illegale Handlungen, die über diesen Zugang getätigt werden, haftet nicht mehr der Anbieter. „Die Gesetzesänderung und der Wegfall der Haftbarkeit für Fehlverhalten anderer Nutzer war der Anstoß, auch in der Gemeinde freie WLan-Router zu installieren", erklärt Nickel.

„Wir wollen besonders für unsere Jugendlichen einen Anreiz schaffen“, so der Fraktionsvorsitzende. Aber auch als Bundeswehrstandort dürfe Faßberg nicht stagnieren, sondern müsse technische Voraussetzungen für Entwicklung schaffen. Als Standort für einen möglichen öffentlichen WLan-Zugang sei der Bereich um das Rathaus angedacht. „Hier haben wir den zentralen Punkt in der Gemeinde, wo auch der Wochenmarkt stattfindet“, so Nickel. Der Platz könne noch weiter aufgewertet werden und eventuelle Synergieeffekte für den wöchentlichen Markt entstehen.

Das Mühlengelände in Müden sei eine weitere denkbare Positionierung für die neue Technik. „Als Touristenort ist Müden prädestiniert für den öffentlichen WLan-Zugang“, so Nickel. So werde die Attraktivität des Ortes weiter verstärkt und neue Anreizpunkte für Besuche geschaffen. Eine Möglichkeit der Kopplung mit der Tourist-Information biete interessante Optionen. „Vor Ort können sich die Gäste dann auch über mobile Geräte über Müden informieren“, ergänzt Nickel.

Ein neues Nutzungsverhalten sieht auch Daniel Eckardt, Projektmanager der Wirtschaftsförderung des Landkreises Celle. „Offenes WLan nimmt immer mehr an Bedeutung zu, da die Nutzer ihr Datenvolumen sparen wollen“, so Eckardt. Insbesondere der Handel profitiere mittlerweile von den offenen Internetangeboten und es entstehen weitere Geschäftsmodelle daraus. „Es gelten neue Standards, an die sich die Bürger gewöhnt haben. WLan ist mittlerweile selbstverständlich geworden. Seitens der Gemeinden ist es ein Service- und Dienstleistungsangebot für ihre Bürger“, erläutert Eckardt.

Die Kosten des offenen WLans umfassen die Anschaffung der Router und die Gebühr für einen Internetanschluss. In der Regel ist eine Internetverbindung vorhanden und die Router werden mit bis zu 200 Euro veranschlagt. Der Antrag der CDU geht nun in den Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Tourismus.