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Faßberg Geplanter Tante-Hanna-Laden in Müden: Gesellschaft steht kurz vor Gründung
Celler Land Faßberg Geplanter Tante-Hanna-Laden in Müden: Gesellschaft steht kurz vor Gründung
18:47 25.01.2017
Von Christopher Menge
Müden (Örtze)

MÜDEN. So soll im Februar die Gesellschaft gegründet werden, die den Tante-Hanna-Laden betreiben soll. „Es haben sich neun Personen gefunden, die je 7500 Euro einbringen“, sagte Gebers. Im nächsten Schritt – voraussichtlich ab März – geht es dann darum, Geld von den Bürgern einzusammeln. Diese sollen sich als stille Gesellschafter an dem Projekt beteiligen. Bei einer Versammlung Ende August hatte es von den Müdenern Zusagen über 123.500 Euro gegeben. „Geplant ist eine Garantieverzinsung von zwei Prozent an alle Gesellschafter in Form von Einkaufsgutschriften“, sagte Gebers. Eine Kapitaleinlage ist ab 50 Euro möglich. Mögliche Überschüsse sollen in die Gemeinde Faßberg investiert werden.

Wenn die Gesellschaft gegründet und die ersten Euro von den Müdenern eingesammelt sind, kommt die Politik ins Spiel. Der Rat der Gemeinde Faßberg muss dann beschließen, dass das Gebäude des ehemaligen Edeka Braun gekauft und saniert wird. Die Gemeinde hatte bereits im Jahr 2015 Haushaltsüberschüsse für das Projekt bereitgestellt, zudem gibt es eine Zusage über Leader-Mittel von 150.000 Euro. Der Anteil der Gemeinde für Kauf und Sanierung ist in etwas genauso hoch.

„Ich hoffe auf ein positives Votum“, sagte Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl, „wir gehen hier gut mit Steuergeldern um, da es sich um ein gutes Grundstück mitten in Müden handelt. Der Laden ist unheimlich wichtig für Müden und die Ortskernentwicklung.“ Dörfer bräuchten Räume, wo sich Menschen treffen.

Dieser Meinung ist wohl auch der Handelspartner Rewe, der den Tante-Hanna-Laden als Pilotprojekt für ähnliche kleine Supermärkte im ländlichen Raum sieht. „Sie unterstützen uns sehr stark“, sagte Gebers. Derzeit werde noch an einem Heizkonzept gearbeitet. Die Abwärme der Kühlanlagen soll hier ökologisch sinnvoll genutzt werden.

Auf die Frage einer Zuhörerin, ob es vorab eine Bedarfsanalyse gegeben habe, sagte Gebers, dass die alten Umsätze bekannt seien. „Es gibt einen Businessplan. Sowohl Rewe als auch die Metro halten das Konzept für tragfähig“, so Gebers, „aber es wird kein Selbstgänger und ist mit viel Arbeit verbunden.“ Er appellierte an die Bevölkerung, das Projekt wie angekündigt zu unterstützen.

Ein Risiko haben die Bürger dabei nicht. „Sie bekommen das komplette Geld zurück, wenn das Projekt nicht zustande kommt“, sagte Gebers. Lediglich die Frage, wann die Eröffnung geplant sei, wollte er nicht konkret beantworten. "Ob wir im Herbst oder erst im Frühjahr öffnen ist, ist doch nicht entscheidend – wichtig ist, dass Müden wieder einen Einkaufsladen bekommt."