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Faßberg Geschichte Faßbergs im Fokus der Denkmalpflege
Celler Land Faßberg Geschichte Faßbergs im Fokus der Denkmalpflege
14:09 18.05.2014
Andre Lambrü, Frank Bröhl, Michael Grintz, Stefan Winghart und Volker Benz (von links) auf dem Fliegerhorst. Quelle: Udo Genth
Faßberg

Auf dem Fliegerhorst stellte der Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Stefan Winghart, heraus, dass sich Denkmalpflege nicht nur mit Burgen oder Schlössern befasse. Gerade Niedersachsen wurde tiefgreifend durch das Militär geprägt.

Faßberg bildet dafür ein signifikantes Beispiel. "Die Bauten im Ortsteil Faßberg stehen am Anfang der Moderne", erläuterte Winghart. In der Gemeinde sind zwei Entwicklungströme des ländlichen Raumes zu erkennen. Die Ortsteile Müden und Poitzen repräsentieren über tausendjährige bäuerliche Lebensweise, Faßberg selbst sei als knapp acht Jahrzehnte alter Ort durch das Militär geprägt worden.

Die beiden Faßberger Volker Benz und Andre Lambrü wohnen in typischen Häusern aus den Aufbaujahren des Ortes, der im Anschluss an die Etablierung des Fliegerhorstes in den Jahren 1933 bis 1935 angelegt wurde. Sowohl Lambrü wie Benz hatten ihre Häuser behutsam saniert und werden sich den Besuchern stellen. "Wir wollten damit den modernen Denkmalschutz positiv beeinflussen" nannten die beiden Faßberger ihre Beweggründe.

Der zweitägige Ablauf des 16. Niedersächsischen Tags der Denkmalpflege, den Landesamt und die Gemeinde Faßberg gemeinsam organisieren, beginnt mit Fachvorträgen. Sie werden sich mit dem Leben in Faßberg und Müden sowie speziell dem Fliegerhorst befassen. Der zweite hat ein touristisches Programm, das sich an alle Bürger wendet, zum Inhalt. Zur Eröffnung hat Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) ihr Kommen zugesagt.

Von Udo Genth