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Faßberg Hermannsburg, Faßberg und Unterlüß prüfen Fusion
Celler Land Faßberg Hermannsburg, Faßberg und Unterlüß prüfen Fusion
17:38 02.03.2012
Axel Flader, Hans-Werner Schlitte und Reiner Vogeler berichteten ¸ber die Fusionspr¸fung Quelle: Tore Harmening
Faßberg

Hermannsburg, Faßberg und Unterlüß werden bis zum Sommer prüfen, ob sie zu einer gemeinsamen Gemeinde fusionieren. Das gaben die Verantwortlichen der drei Kommunen gestern bekannt. Fusionstermine für diese neue Gemeinde in der Südheide wären 2014 oder 2015.

„Wir haben eine Lenkungsgruppe und drei Arbeitskreise gebildet“, sagte Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte in einem Gespräch mit seinem Hermannsburger Kollegen Axel Flader und dem Unterlüßer Kämmerer Rainer Vogeler, der den verhinderten Kurt Wilks vertrat. Letztlich gibt es zwei schlagende Argumente für eine Fusion: Das Land übernimmt über den Zukunftsvertrag etwa 7,5 Millionen an Kassenkrediten der Kommunen, was rund 75 Prozent wären. Außerdem würden durch die schlagartig höhere Zahl an Einwohner die Schlüsselzuweisungen erhöht. „Das Land geht in diesen Fall für uns von Mehreinnahmen von rund 925.000 Euro aus“, sagte Flader.

Alle drei machten deutlich, dass die Verhandlungen ergebnisoffen und auf Augenhöhe geführt werden. „Es muss eine Win-Win-Win-Situation für alle sein, sonst macht es keinen Sinn“, so Flader. Letztlich sieht Rainer Vogeler aber auch den Druck durch die demografischen Entwicklung und die Landesregierung: „Jetzt können wir noch gestalten. Wenn das Land von oben beschließt, werden wir vielleicht irgendwo zugeordnet.“ Man müsse angesichts der abnehmenden Bevölkerungszahl in größeren Einheiten denken. Wichtig sei, dass der gesamte Prozess sehr transparent ablaufe, denn bei den Bürgern gebe es Ängste, in einer großen Kommune hinten runterzufallen. „Wenn wir die Bürger nicht mitnehmen, haben wir keine Chance“, sagte Vogeler. Schon nach Ostern soll die erste Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden.

Den Zeitdruck finden dabei alle drei Verwaltungen nicht glücklich, zumal es eine erhebliche Mehrarbeit bedeutet. Bis September muss aber eine Entscheidung vorliegen, sonst gibt es die Entschuldungshilfe des Landes nicht.

Von Tore Harmening