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Faßberg In Faßberg waren die Narren los
Celler Land Faßberg In Faßberg waren die Narren los
19:08 16.02.2014
Von Carsten Richter
Der Närrische Sängerball in Faßberg: Wie immer mit Tanz, Spaß und Schunkeln, Sketchen und Büttenreden und natürlich mit viel Gesang. Quelle: Angelika Jansen
Faßberg

„Denn ohne in die Bütt zu steigen, tu ich mich Karneval nicht zeigen“, reimte Nickel. Frohsinn begleitete die Sänger, die sich wechselweise bis zum frühen Morgen mit Singen und Tanzen, Schunkeln und wieder Singen beschäftigten, bei ausgewählten Sketchen und Aufführungen. Während Peter Schweden als Gärtner in Gummistiefeln darüber sinnierte, wie er die Wünsche seiner Gattin, gespielt von Bettina Nickel, bearbeiten könnte, brachte das Stück „Aschenpudel einmal ganz anders“ die Gäste schier zum Rasen vor Begeisterung. Bei jedem „Okay“, das Aschenputtel in dem wortarmen, aber dialogstarken Theaterstück von sich gab, grölten die Zuschauer.

Während Bettina Nickel in ihrer überzeugenden Art den Klassikchor Cantamus durch die „Legende von Babylon“ dirigierte, gaben einige der auf ihren Auftritt wartenden Herren des Männerchores Wertungen ab. Als dann der Löwe im Musikstück „The Lion Sleeps Tonight“ nur wenig majestätisch durch den Dschungel streifte, wurde bei Bier und Wein darüber resümiert, wie man ein im Original für einen Sänger geschriebenes Stück am treffendsten auf zwei Männerstimmen und eine Frauenstimme umschreiben könne. Dabei kam zu keinem Zeitpunk Langeweile auf.

Als Überraschungsgast gestaltete Erika Sommer mit ihrem Sketch zum „Blusenkauf“ sicher einen der Höhepunkte des diesjährigen „Närrischen Sängerball“. Sie sei schon in jungen Jahren dafür bekannt gewesen, dass sie ihre Texte beim Fahrradfahren einübte, raunte man sich an den Tischen zu.