Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Faßberg Interview mit scheidendem Faßberger Bürgermeister Schlitte
Celler Land Faßberg Interview mit scheidendem Faßberger Bürgermeister Schlitte
18:01 27.09.2013
Faßbergers Bürgermeister Hans-Werner Schlitte Quelle: Udo Genth
Faßberg

Ja, 46 Dienstjahre in der gehobenen Beamtenlaufbahn bei der Bundesfinanzverwaltung und seit 1977 im kommunalen Bereich waren interessant und vielseitig. Nun kurz vor dem 67 Lebensjahr freue ich mich auf die Zeit die selber gestaltet werden kann, in Absprache mit meiner Frau.

Was war aus ihrer Sicht die größte Herausforderung in ihrer Amtszeit?

In der letzten Zeit angefangen über Gerdehaus, Schulreform, Fusion, Wildpark, dem Wechsel zur LHG und Marketing mit ASD viele, neben den täglichen Herausforderungen. Die größte war aber doch wohl Gerdehaus.

Hat sich die Arbeit des Bürgermeisters über die Jahre verändert?

Ja gewaltig, da die Zeit immer komplizierter und schneller wird. Es wird immer schwieriger die anstehenden Probleme gründlich zu bearbeiten und langfristig zu denken. Aus meiner Sicht ein großes Problem für die Zukunft. Für den Bürger werden die Dinge immer komplizierter und trotz der viel gelobten Bürgerbeteiligung immer schwerer durchschaubar.

Wie sehen sie die Gemeinde Faßberg derzeit?

Die demografische Herausforderung ist im ländlichen Bereich ein großes Problem und hier haben wir die Hände nicht in den Schoß gelegt. Der Standort ist derzeitig gesichert und die Entwicklung im Bereich der DLR und Astrium ist hoffnungsvoll. Die Finanzsituation hat sich derzeitig gebessert. Bedarfszuweisung gibt es ja nur, wenn die Regeln fest eingehalten werden und natürlich haben wir die vergangenen Jahre erheblich dafür gearbeitet von dem Defizit wegzukommen.

Was sind die größten Herausforderungen für ihren Nachfolger Frank Bröhl?

Ich denke ohne Zweifel die demografische Entwicklung. Die Einwohnerverluste müssen zumindest begrenzt werden. Wir als Standortgemeinde haben den Vorteil, dass immer wieder Soldaten mit Familien zu uns kommen. Wir müssen sie überzeugen, für immer hier zu bleiben.

Was wünschen Sie ihrem Nachfolger?

Ich wünsche viel Erfolg. Ich glaube, dass er die nötige Erfahrung hat und dass er mit dem Gemeinderat, den Vereinen, der Wirtschaft und nicht zuletzt den Bürgern gut zusammenarbeiten wird.

Was werden Sie jetzt machen, wenn sie in den Ruhestand gehen?

Das gibt es genug zu tun. Ich werde mich sicher nicht langweilen. Das ist zunächst meine Familie mit drei Kindern und drei Enkelkindern. Außerdem fahre ich Rad, gehe Segeln und Wandern und machen gern Urlaub in Deutschland und Europa. Außerdem will ich in Faßberg weiter ehrenamtlich tätig sein.

Von Tore Harmening