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Faßberg Investor des Tannenhofs zeigt Pläne:
Celler Land Faßberg Investor des Tannenhofs zeigt Pläne:
18:14 10.08.2010
Gerd Pieper vor dem Tannenhof in Müden Quelle: Tore Harmening
Müden (Örtze)

MÜDEN. Noch sind die Räume ein wenig heruntergekommen und es riecht muffig im Tannenhof in Müden. Doch Gerd Pieper, Geschäftsführer der Sanoria GmbH, geht zielstrebig durch die Räume und hat den Plan von seiner neuen Klinik genau im Kopf. „Hier wird es ein Behandlungszimmer geben, dort kommt das Labor hin und wir eröffnen im alten Speisesaal ein Bistro“, erzählt Pieper.

Zusammen mit einem Partner hat er im März für 30000 Euro das alte Müttergenesungswerk ersteigert. Jetzt soll daraus eine moderne Klinik entstehen, in der Menschen, die an Krankheiten wie Depressionen, Burnout oder massiven Ängsten leiden, geholfen werden soll, wieder zurück in den Alltag zu finden. Für Januar 2011 ist der Start geplant. Pieper betritt für sich selber Neuland mit seiner Investition, doch er hat einen starken Antrieb. „Ich hab das selber kennen gelernt, war ganz unten und mir wurde sehr gut geholfen. Das möchte ich jetzt anderen Menschen ermöglichen“, sagt der 56-Jährige.

Den Tannenhof sieht er für diese Einrichtung als ideal. „Wenn ich den nicht gekauft hätte, würden wir ihn so bauen“, sagt Pieper. Durch die Medienberichterstattung über das Landhotel Gerhus wurde er auf Faßberg aufmerksam. Das Landhotel kam damals nicht für ihn in Frage, aber der Tannenhof erregt sofort sein Interesse.

Jetzt soll das Gebäude komplett renoviert werden. Durch den Leerstand hat die Substanz nicht so arg gelitten, wie mancher vermutet hatte. „Wir haben einen guten Rohbau, den wir jetzt ausbauen können“, sagt Pieper. Auf gut 500000 Euro schätzt er die Investitionen.

40 Arbeitsplätze sollen entstehen. Ärzte, Pfleger, Krankenschwester, Therapeuten und technisches Personal sollen im Drei-Schicht-Betrieb die Patienten betreuen. 60 Plätze für stationäre und 40 Plätze in einer Tagesklinik sind möglich, wenn der Betrieb voll läuft. Bezahlt werden die Behandlungen von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern. Derzeit steht Pieper noch in Verhandlungen und erwartet auch einen langsamen Aufbau der neuen Klinik neben dem Wildpark: „Wir rechnen mit einer Anlaufzeit von zwei Jahren für die Einrichtung“.

Kontakt zur Nachbarschaft: Pieper freut sich auf den Beginn und die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Einrichtungen. „Wir wollen ein offenes Haus sein und auch Veranstaltungen machen, bei denen wir die Menschen aus Müden und umliegenden Ortschaften einladen“.

Von Tore Harmening