Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Faßberg Kay Peters: Vor Ort etwas bewegen
Celler Land Faßberg Kay Peters: Vor Ort etwas bewegen
09:43 18.09.2013
Kay Peters im Kreis mit seinem Sohn Pascal, seiner Frau Dagmar und dem ältesten Sohn Marcel.  
Faßberg

Kay Peters hat sich auf dieses Gespräch gut vorbereitet. Auf kleinen Karten hat der 51-Jährige notiert, was er alles anbringen möchte, was ihm wichtig ist, wie er Faßberg voranbringen will.

Akkurat und gut vorbereitet will Peters immer sein. Das gilt für ein Gespräch mit Journalisten genauso wie für Termine, die er als stellvertretender Bürgermeister wahrnimmt wie goldene Hochzeiten oder auch Sitzungen. „Ich verwende derzeit 15 bis 20 Stunden in der Woche für die kommunale Arbeit”, sagt er.

Er will etwas bewegen und sich kümmern. Denn gekümmert hat er sich schon immer wie er sagt, und Politik vor Ort macht ihm Spaß. Schon früh, beide waren Anfang 20, lässt er sich mit seiner Frau Dagmar in Müden nieder. Peters machte eine Ausbildung zum Bankkaufmann, wurde danach für zwölf Jahre Zeitsoldat am Fliegerhorst und absovierte dann die kommunale Verwaltungsausbildung.

1994 beginnt er bei der Samtgemeinde Wathlingen und ist dort jetzt Amtsleiter für Steuerung und Personal, doch den Job als Faßberger Bürgermeister hat er früh ins Visier genommen. Schon vor sieben Jahren hat er sich für die SPD aufstellen lassen. Damals verlor er in der Stichwahl gegen den bisherigen Bürgereister Hans-Werner Schlitte. Diesmal soll der Sprung ins Amt gelingen. Dafür investiert er viel Zeit und auch Geld, „denn ich möchte diesen Job wirklich gerne machen”, sagt Peters.

Seine Familie unterstützt ihn dabei und sie ist ihm das Wichtigste, „geht immer noch vor. Wir versuchen einmal am Tag eine gemeinsame Mahlzeit hinzubekommen, auch wenn das derzeit schwer fällt”, sagt Peters. Sein Sohn Marcel (25) arbeitet nach dem Studium bei Rheinmetall, Pascal (18) steht vor dem Abitur am Christian-Gymnasium. Seine Frau Dagmar betreibt in Müden das Pressefachgeschäft. So gegen 5 Uhr in der Früh beginnt bei der Familie Peters der Tag. Kay Peters ist für das Frühstück zuständig. Dann hilft er noch kurz beim Ladenöffnen bevor er zur Arbeit nach Wathlingen fährt.

Die Zeit für Hobbys ist wegen des Wahlkampfes derzeit begrenzt. So muss das Saxophon des Bürgermeisterkandidaten derzeit in der Ecke stehen bleiben. Er kommt auch nicht so oft wie er möchte dazu, seine Zeitschriften über Oldtimer zu lesen oder zu Ausstellungen zu fahren. Einen Traum hat er in Verbindung mit diesem Hobby noch. Ein eigener Oldtimer: „Ford Mustang Cabriolet”, sagt er ohne zu zögern und zeigt ein Foto.

Ein kaputtes Vehikel kaufen und selber wieder zusammenschrauben will er aber nicht. Dafür bleibt ihm einfach zu wenig Zeit. Er hat so schon ein bisschen schlechtes Gewissen, als er über sein 1400 Quadratmeter großes Anwesen führt und zeigt, wo er noch Hand anlegen will. Denn eigentlich ist er gerne Handwerker, hat „zwei rechte Hände” wie er sagt. Doch dieses Jahr muss das alles warten, denn jetzt will er erstmal dafür arbeiten, dass die Wähler ihm einen anderen Wunsch erfüllen: Bürgermeister von Faßberg werden.

Egal wie es ausgeht. Er weiß auf jeden Fall schon einmal, was er am Abend des 22. September, dem Abend der Wahl machen wird. Er wird Geburtstag feiern. Denn an dem Tag wird er 52 Jahre alt.

Tore Harmening

Von Tore Harmening