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Faßberg Bürgermeister in der Kritik
Celler Land Faßberg Bürgermeister in der Kritik
11:39 01.01.2019
Von Simon Ziegler
Quelle: David Borghoff
Faßberg

Um die Zukunft der Lerchenschule ist in Faßberg ein politischer Streit entbrannt. Hartmut Maniewski, stellvertretender Sprecher der Gruppe SPD, WGF und Grünen im Faßberger Rat, kritisiert, dass Bürgermeister Frank Bröhl den Gemeinderat übergangen habe. "Das entscheidende Gremium wurde weder gehört noch zu einer Stellungnahme befragt. Dieses lässt sich vielleicht auch dadurch erklären, dass es wieder einmal zu einer voreiligen und völlig überhasteten Aussage des Bürgermeisters an die Öffentlichkeit gekommen ist", schimpft Maniewski.

Zu früh an die Öffentlichkeit gegangen?

Hintergrund ist eine Veröffentlichung in der CZ am 14. Dezember. Im Text "Bundeswehr zieht in Lerchenschule" sei der Umzug der Lerchenschule in die ehemaligen Räume der Peter-Härtling-Schule angekündigt worden. Zugleich sei es als nahezu besiegelt dargestellt worden, dass die Räume der Grundschule Lerchenweg an die Fachschule der Bundeswehr vermietet werden sollen, kritisiert Maniewski.

Der Gemeinderat habe am 27. September der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Kosten für das Vorhaben zu ermitteln, führt die Gruppe aus. Ein pädagogisches Konzept sollte entwickelt werden. Ohne Vorlage dieses Konzeptes sehe sich die Gruppe SPD/WGF/Grüne nicht in der Lage, über den geplanten Umzug abzustimmen. Maniewski: "Dieses schien jedoch den Bürgermeister nicht daran zu hindern, eine vorzeitige, vorweihnachtliche Geschichte zu präsentieren, ohne sich offensichtlich über die möglichen Folgen im Klaren zu sein."

Für SPD/WGF/Grüne sind viele Fragen offen

Aus Sicht der Gruppe seien zahlreiche Fragen bisher unbeantwortet: Wie hoch sind die Kosten für einen Neubau, Umbau oder Sanierung einer Grundschule am Standort der Peter-Härtling-Schule? Wer trägt die Kosten des Umbaus der Lerchenschule in eine Einrichtung der Erwachsenenbildung, um dort die Fachschule der Bundeswehr zu beherbergen? Was passiert mit der Grundschule am Heidesee in Müden? Die offenen Fragen sorgten für Unsicherheit bei der Bevölkerung, so die Kritik.

Gemeinde sieht Vorgänge ganz anders

In einer Presseerklärung der Gemeinde heißt es hingegen, dass der Bürgermeister am 12. Dezember gemeinsam mit Vertretern der beiden Gruppen des Faßberger Rates die Presse über den Umzug der Lerchenschule informiert habe. "In diesem Gespräch wurde von den laufenden Planungen zur Unterbringung der Fachschule der Luftwaffe in den Räumlichkeiten der Lerchenschule und dem daraus folgenden Umzug der Grundschule Faßberg in neue Räume berichtet", so die Gemeinde. "Die Sprecher beider Ratsgruppen zeigten sich zufrieden darüber, dass die Fachschule der Luftwaffe aller Voraussicht nach im Ort verbleibe."

Die Gemeinde betont, dass es sich um komplexe Zusammenhänge handelt. "Wiegen wir die Vorteile gegen die Nachteile ab, können unsere schulpflichtigen Kinder in ein modernes schulisches Zuhause ziehen. Die Lehrer der Grundschule können eine neue moderne Grundschule mitgestalten. Und die Gemeinde verliert nicht 500 Soldaten auf Dauer."

Nach den Familienfeierlichkeiten mal was Anderes tun: Das war am zweiten Weihnachtstag im Faßberger "Oxmox" möglich.

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