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Faßberg Luftbrücke Faßberg-Berlin: Rosinenbomber dürfen nicht in Berlin landen
Celler Land Faßberg Luftbrücke Faßberg-Berlin: Rosinenbomber dürfen nicht in Berlin landen
18:57 19.04.2018
Von Christopher Menge
40 Rosinenbomber fliegen im kommenden Jahr die Luftbrücke nach. Da die historischen Flugzeuge aber nicht in Berlin landen dürfen oder können, müssen sie nach Brandenburg ausweichen. Geplant ist aber, dass über Berlin Süßigkeiten abgeworfen werden. Quelle: Andreas Ganther
Faßberg

Und in Berlin? Da liegt der Fokus auf einem anderen historischen Ereignis. „Das Ende der Berlin-Blockade stellt ein bedeutendes Ereignis dar, dessen das Land Berlin seit vielen Jahren gedenkt“, schreibt der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, in der Antwort des Senats. „Gemeinsam mit der Stiftung Luftbrückendank plant der Berliner Senat am 12. Mai 2019 das jährliche Gedenken auf dem Platz der Luftbrücke durchzuführen.“

Bei der Veranstaltung am 15. Juni, bei der 40 Rosinenbomber aus der ganzen Welt die Luftbrücke nachfliegen sollen, ist das anders. „Die private Initiative ,Berlin Airlift‘ strebt verschiedene Kooperationen und Partnerschaften zur Unterstützung des Projektes ,Luftbrücke Berlin 2019‘ an“, berichtet Böhning. „Sie hat sich daher auch an den Regierenden Bürgermeister gewandt und das Projekt vorgestellt. Konkrete Wünsche oder Anliegen wurden jedoch noch nicht an den Senat herange-tragen. Eine Unterstützung durch den Senat erfolgt derzeit nicht.“

Und mehr noch: Die Rosinenbomber dürften nicht in Berlin landen, da die beiden Originalschauplätze – Tempelhof und Gatow – stillgelegt sind. Tegel und Schönefeld kämen nicht infrage, da bei laufendem Flugbetrieb die zusätzliche Landung von 40 Rosinenbombern nicht möglich sei, so Böhning.

In Faßberg sieht man den Feierlichkeiten trotzdem positiv entgegen. „Die Planungen haben von Beginn vorgesehen, dass die Rosinenbomber in Schönhagen landen“, sagt Paul Hicks, Vorsitzender des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin. „Die Flugzeuge tanken kein Kerosin, sondern AvGas – die Spritversorgung ist in Schönhagen sichergestellt.“ Der Flugplatz liegt bei Trebbin in Brandenburg.

Auf dem Weg dahin sollen die Rosinenbomber Süßigkeiten über Gatow abwerfen. „Ein Sponsor aus den USA stellt 50.000 bis 60.000 Süßigkeiten zur Verfügung“, erzählt Hicks. „Genial wäre es, wenn der ,Candy Drop‘ auch über Tempelhof fliegen dürfte.“ Aber dafür bedürfe es eine Genehmigung des Berliner Senats. „Das steht in den Sternen“, so Hicks. In Gatow, wo auch das Luftwaffenmuseum beheimatet ist, sei auf jeden Fall ein Kinderfest geplant.

In der kommenden Woche präsentiert die Initiative „Berlin Airlift“ auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) Berlin die Veranstaltungen im Jahr 2019 an den Standorten Wiesbaden/Erbenheim, Faßberg und Berlin. Die historischen Rosinenbomber werden auf der Messe zwar noch nicht da sein, aber die Goldtimer Foundation aus Ungarn unterstützt mit ihrer LI-2 (HA LIX). Und vielleicht nimmt der Berliner Senat das Jubiläum dann auch ernster ...

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