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Faßberg "Mister Müden" kommt aus Lauenbrück
Celler Land Faßberg "Mister Müden" kommt aus Lauenbrück
15:28 10.07.2014
Vor der Körung war für die Schnucken erst ein mal Warten angesagt. Sie machten es sich in den Pferchen gemütlich. Gerhard Oehlers präsentiert stolz seinen „Mister Müden“ (kleines Foto). Quelle: Udo Genth (2)
Müden (Örtze)

MÜDEN. Die Preisrichter gerieten geradezu ins Schwärmen. „Ein Wahnsinnskörper“, hieß es, „mit einer Super-Bemuskelung“. Gemeint war Schnuckenbock Nummer 31. Er wurde als derjenige bewertet, der dem Zuchtziel am Nächsten kam und damit „Mister Müden“ wurde. Der Sieger wiegt mit 92 Kilogramm etwas über dem Durchschnittsgewicht von 85 Kilogramm aller Mitbewerber und kommt aus der Herde von Gerhard Oehlers aus Lauenbrück im Landkreis Rotenburg/Wümme.

Mit der Prämierung war ein erster Höhepunkt der 65. Heidschnuckenbockschau gestern in Müden erreicht. Begonnen hatte sie am frühen Morgen mit der so genannten Körung. Das ist eine Bewertung der Zuchtqualität nach festliegenden Standards durch die vierköpfige Kör-Kommission. Sie hatte 35 Böcke und damit etwas weniger als im Vorjahr zu begutachten. „Wir haben die Anzahl der Tiere so angepasst, dass kein Überangebot entsteht“, erläuterte Carl W. Kuhlmann. Der Vorsitzende des veranstaltenden Verbandes Lüneburger Heidschnuckenzüchter bezeichnete die Qualität der vorgeführten Tiere als „generell sehr hochstehend“.

Zur traditionellen Bockschau hatten sich auf dem Parkplatz am Müdener Heidesee rund 500 Zuschauer eingefunden. Sie erlebten hautnah die Vorführung der Tiere in den Pferchen. Darüber hinaus konnten sie Produkte der Region wie Schnuckenbratwurst, Schnuckenwolle und Seife aus Schnuckenfett oder auch Honig sowie kerniges Brot frisch aus dem Ofen erwerben. Der NDR hatte ein Kamerateam für seine Sendung am Sonnabend (ab 19.30 Uhr) geschickt.

Gegen elf Uhr nahm Dieter Brockhoff am Rande der Einzäunung Platz. Die vom Auktionator aus Butjadingen geleitete Versteigerung war der zweite Höhepunkt des Tages. Bei den versteigerten Böcken erfolgte der Zuschlag meist bei 400 Euro. Als „Mister Müden“ an die Reihe kam, schnellten die Gebote zügig bis zu 900 Euro hoch. Schließlich hieß es bei 2000 Euro: „…und zum Dritten!“. Damit erzielte der diesjährige Siegerbock fast die doppelte Summe wie die, die von seinem Vorgänger im Vorjahr erreicht wurde.

Von Udo Genth