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Faßberg Müdener Wildpark mit neuem Konzept
Celler Land Faßberg Müdener Wildpark mit neuem Konzept
17:44 05.12.2013
Thomas Wamser zeigt den jüngsten Nachwuchs bei den Ziegen. Quelle: Tore Harmening
Müden (Örtze)

„Wir haben gerade einen Rahmenvertrag mit der Firma ‚Mydays‘ abgeschlossen.“ Für alle, die das nicht kennen: Das Unternehmen verkauft Gutscheine für besondere Erlebnisse in ganz Deutschland wie Quadfahren oder ähnliches.

Wamser bietet „Einen Tag als Falkner” an. „Wir haben das schon einmal gemacht, mussten damals aber irgendwann aufhören, weil wir nur eine bestimmte Anzahl an Terminen hatten. Jetzt haben wir 250 Termine freigeschlagen und die Buchungsmöglichkeit startet mit dem Weihnachtsgeschäft”, so der Wildparkpächter. Er will auch die Führungen im Park ausbauen, die nach seinen Worten sehr gut angenommen werden. Zusätzlich macht er den Park durch Auftritte im Fernsehen bekannt. So tritt er heute, 20.15 Uhr, bei RTL in der Show „Unschlagbar” auf.

Noch aber sind die externen Einnahmen und Pläne ein bisschen Zukunftsmusik. Trübe präsentiert sich derzeit der Park im grauen Winterwetter. Unter der Woche kommen nur wenige Besucher, aber im Park hat sich einiges getan.

Der Kletterparcours ist bis auf ein paar Reste verschwunden, alles ist aufgeräumt und die Mitarbeiter sind dabei, die Zäune zu erneuern. „Bisher waren wir mit Aufräumen beschäftigt, jetzt werden wir das erste Mal gestalterisch tätig”, sagt Thomas Wamser. Drei Gesellen, zwei Auszubildenden und eine 19-Jährige, die ein Berufseinstiegsjahr im Wildpark macht, arbeiten derzeit dort.

„Wir haben unseren Besuchern zugehört, um festzustellen, was noch fehlt. Dazu gehörte zum Beispiel ein Angebot zum Essen und Trinken. Seit diesem Sommer gibt es einen Kiosk, der das gewährleistet. Er steht am Spielplatz nahe des Eingangs und soll noch weiter ausgebaut werden.“ So will Wamser um dem Platz herum mehr Tiere ansiedeln, so dass die Kinder gucken können, während die Erwachsenen einen Kaffee trinken. Außerdem wurden im Park mehr Futterautomaten aufgestellt und ein Rundweg zur Greifvogelvoliere ist derzeit in Vorbereitung. „Bisher war der Weg dorthin eine Sackgasse, das soll anders werden”, sagt Wamser.

Für ihn gilt es jetzt, gut durch den Winter zu kommen. Denn die Besucherzahlen ziehen zwar an, sind aber laut Pächter noch längst nicht da, wo sie hin sollen, damit der Park die nötigen Rücklagen aufbauen kann, um durch den Winter zu kommen.

Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl signalisiert Unterstützung: „Der Park ist wichtig für uns und die touristische Infrastruktur.” Als Eigentümer wird die Gemeinde demnächst Zäune und Brücken im Park sanieren. „Es ist eventuell auch noch weitere Unterstützung über die Wirtschaftsförderung möglich. Das muss mit der Politik abgestimmt werden”, so Bröhl.

Tore Harmening

Von Tore Harmening