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Faßberg Museum feiert zwanzigsten Geburtstag
Celler Land Faßberg Museum feiert zwanzigsten Geburtstag
19:13 23.08.2010
Heinz-Gerd Reese, Rainer Kruppik, Paul Hicks, Henning Otte, Karl-Heinrich Langspecht, Kirsten Lühmann, Hans-Werner Schlitte, Axel Lohöfener und Oberstleutnant Gerd Scholz (von links) enthüllten die Gedenktafel. Quelle: Udo Genth
Faßberg

FASSBERG (gen). Der Förderverein, der dieses kleine zeitgeschichtliche Museum betreut, hatte dazu eingeladen. Der Vorsitzenden Paul Hicks erinnerte an die beiden ehemaligen Soldaten Rainer Kruppik und Siegbert Tintemann, die vor über zwei Jahrzehnten die Idee zur Erinnerungsstätte hatten und das Konzept dazu entwarfen. Vor 20 Jahren wurde dieses kleine Museum eingeweiht, das die Erinnerung an die Luftbrücke der Jahre 1948/49 wach hält. Damals waren auch von Faßberg aus Transportmaschinen in das blockierte Berlin geflogen.

Diese Tatsache nahmen die Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) und Henning Otte (CDU) zum Anlass, auf die Bedeutung von freien Entscheidungen hinzuweisen. So, wie damals die Luftbrücke der Garant dafür war, dass die Berliner sich frei entscheiden konnten, sei heute das Engagement der Bundeswehr in vielen Ländern notwendig.

Hans-Werner Schlitte freute sich über das Museum. Es bilde für die Gemeinde einen Anziehungspunkt, meinte Faßbergs Bürgermeister. Eingebettet in die Feier war die offizielle Fertigstellung des Daches über dem Transportflugzeug Douglas C47. Der „Fassberg Flyer“, wie er genannt wird, bekam in nur knapp halbjähriger Bauzeit ein Dach. Dafür wurde dem Landtagsabgeordneten Karl-Heinrich Lang-specht von allen Seiten Lob ausgesprochen, denn er hatte sich nachdrücklich für das Museum und die Überdachung eingesetzt. „Die Faßberger Erinnerungsstätte ist ein Beispiel, dass Strukturpolitik und Kulturpolitik zusammengehen und positiv auf die Region wirken“, resümierte dann Langspecht.

Von Udo Genth