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Faßberg Nachts auf Baustelle ausgetobt
Celler Land Faßberg Nachts auf Baustelle ausgetobt
17:20 01.11.2010
Florian Franz zeigt die so genannten Tiefborde, von denen 110 Stück umgestoßen wurden. Quelle: Udo Genth
Faßberg

MÜDEN. „Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld“, zieht Florian Franz vom Bauamt im Faßberger Rathaus am Montag früh einen Vergleich. Er erläuterte auf der Baustelle im Müdener Wiesenweg die Schäden durch Vandalismus. In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag, wahrscheinlich zwischen ein und vier Uhr, wurden zwei dort abgestellte Bagger sowie Privatfahrzeuge beschädigt und Baumarkierungen entfernt.

Am schlimmsten war jedoch, dass genau 110 Meter Tiefenborde – so der Fachausdruck für die Straßenbegrenzungssteine – umgestoßen wurden. „Das sind genau ein Drittel aller verlegten Steine“, sagt Franz. Für ihn steht fest: „Das war kein Dummer-Jungen-Streich“. Den Schaden schätzt er auf rund 5000 Euro.

Der sei jedoch nicht der Gemeinde entstanden, sondern gehe zu Lasten des beauftragten Unternehmens I-Bau aus Bispingen. Für die Anlieger im Wiesenweg ergäbe sich daraus kein finanzieller Nachteil, sagt Franz.

„Das kostet uns einen Tag“, meint Enrico Rodenberg. Eine Verzögerung in der Bauausführung wird es aber nicht geben, sagt der Vorarbeiter der Firma, vielmehr wird der Zeitverlust durch eine längere Tages-Arbeitszeit aufgefangen. Damit lässt sich der Fertigstellungs-Termin für den Wiesenweg einhalten, meint Rodenberg. Inzwischen hat die Baufirma Anzeige erstattet. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf 5400 Euro. Hinweise bitte an die Polizei Faßberg, Telefon (05055) 234.

Von Udo Genth