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Faßberg Neuer Pastor Rudolf Blümcke tritt Sonntag Amt in Faßberg an
Celler Land Faßberg Neuer Pastor Rudolf Blümcke tritt Sonntag Amt in Faßberg an
19:13 24.01.2014
Von Carsten Richter
Rudolf Blümcke ist neuer Pastor der St.-Laurentius- Gemeinde Faßberg-Müden. Die Wurzeln des 49-Jährigen liegen in der Heide, er kann auf viel Auslandserfahrung zurückblicken. Quelle: Udo Genth
Müden (Örtze)

FASSBERG/MÜDEN. Erst am Donnerstag ist Blümcke mit seiner Frau und drei von vier Kindern – der 20-jährige Jonathan ist schon zu Hause ausgezogen – von Hann. Münden in den Norden des Landkreises Celle gekommen: „Doch ich hatte schon viele schöne Begegnungen mit netten Nachbarn“, erzählt Blümcke. Aus Gesprächen habe er gemerkt: Die Menschen haben auf einen neuen Pastor gewartet.

Der Theologe freut sich auf seine künftige Aufgabe. Seit 2003 war er Pastor im Landkreis Göttingen, nun zog es den 49-Jährigen von der Weser an die Örtze. „Ich wollte noch mal etwas Neues anfangen“, erzählt er. „Das ist es“, habe er sich gedacht, als er von der freien Stelle hörte. Und tatsächlich: Die Landeskirche Hannover hat ihn zum neuen Pastor ernannt. „Ich habe gemerkt, ich werde gebraucht.“

Mit der Heide ist er tief verwurzelt: Aufgewachsen in und um Soltau, hat Blümcke in Hermannsburg studiert und in Sülze sein Vikariat absolviert. Nun ist der Familienvater froh, alte Freunde wiederzusehen und in der Nähe seiner Eltern zu sein, die noch in Soltau leben. Doch in den nächsten Wochen heißt es für ihn, erst mal die Menschen in Faßberg und Müden kennenzulernen. „Ich muss mit offenen Augen durch die Gegend gehen, vieles ergibt sich aus Wahrnehmungen“, sagt Blümcke.

Das hat er bei seinen Auslandsaufenthalten gelernt. 1988 hat er ein Gemeindepraktikum in Brasilien abgeleistet, 1993 bis 1994 zog es ihn in die USA, von 1995 bis 2003 hat Blümcke schließlich mit seiner Familie in Sibirien gelebt. Dort hat er beim Aufbau von Gemeinden geholfen und Seminare für Kirchenmusiker organisiert. Als Leiter des Theologischen Seminars in St. Petersburg hat sich Blümcke außerdem um die Ausbildung gekümmert. Zurück in Deutschland, musste er sich erstmals mit der Bürokratie in Pfarrämtern auseinandersetzen. „Das war etwas ganz Neues.“ Büroarbeit wird ihm auch in Müden und Faßberg nicht erspart bleiben. Da ist es gut so, dass er mit offenem Armen empfangen wird. (car)