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Faßberg Niederoher Heidschnucken als Zuschauermagnet
Celler Land Faßberg Niederoher Heidschnucken als Zuschauermagnet
18:08 22.08.2010
Carl Wilhelm Kuhlmann treibt seine Schnucken in den heimatlichen Pferch Quelle: Udo Genth
Niederohe

Schon eine Stunde vor der Eröffnung um 11 Uhr strömten die Menschen auf den Heidschnuckenhof von Ute und Carl Wilhelm Kuhlmann in Niederohe. Offensichtlich war das Heidschnuckenfest am gestrigen Sonntag ein Ereignis, das weit über die Region hinausstrahlte.

Wie an den Kennzeichen der Autos auf den übervollen Parkplätze abzulesen, waren Besucher teilweise von weither gekommen, unter ihnen sicher zahlreiche Urlauber. Den Heidschnucken galt das Interesse. Darüber freute sich Carl Kuhlmann, der zur Mittagsstunde seine Herde von rund 800 Schnucken in den heimischen Pferch trieb. Das war der Moment, auf den die meisten Besucher gewartet hatten: Sie drängten sich an die Gatter und sahen den Tieren zu, die von dem Hütehund umrundet wurde.Kuhlmann berichtete sogleich Wissenswertes über die Schnucken. Er erläuterte ihre Genügsamkeit, sprach über die Wolle sowie letztlich über das Fleisch, das die Tiere liefern.

Auf dem Hof hatten die Besucher die Möglichkeit, diese Produkte auszuprobieren. So wurde beispielsweise Heidschnuckenbraten frisch vom Rost angeboten. Der erwies sich als Renner und löste stets eine Warteschlange aus. Dicht umlagert war ebenso der Stand mit Heidjer-Knipp. „Der ist deutlich fettärmer als gewöhnlicher Knipp“, stellte Hofherrin Ute Leimcke-Kuhlmann heraus. Mit einem Stand dabei war Mareike Goltz aus Willighausen. Sie bot Sachen aus Schnuckenwolle an und zeigte, wie die aus dem recht störrischen Haarkleid der Schnucken hergestellt wird.

In einer anderen Ecke des Hofes war eine Schnuckenschur mitzuerleben. Wie die Tiere augenscheinlich stoisch diese Prozedur über sich ergehen ließen, beeindruckte viele Zuschauer. Schräg gegenüber ließ Bernd Marquardt aus Barmbostel seine Zuschauer vom selbst hergestellten Ziegenkäse kosten, mit gutem Erfolg. Bereits gegen 15 Uhr hatte er alle Käse verkauft.

Auch die Heidschnuckenkönigin Südheide, Melanie Obermann, besuchte das Fest. Sie wurde vom Faßberger Ratsvorsitzenden Kay Peters begrüßt. Peters forderte die vielen Gäste auf: „Nehmen Sie sich Zeit und erfahren Sie, was es heißt, nah an der Natur zu sein“, gab er den Besuchen mit auf den Weg.

Von Udo Genth