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Faßberg Noch tanzt nur der Staub
Celler Land Faßberg Noch tanzt nur der Staub
17:27 27.06.2012
Von Christoph Zimmer
Faflberger Soldatenheim Quelle: Christoph Zimmer
Faßberg

Noch tanzt der Staub durch den großen Festsaal des Soldatenheims in Faßberg. Auf der Bühne stehen Farbeimer und Leitern, auf dem Boden liegen Müllsäcke herum. „Es sind die letzten Kleinigkeiten, die noch gemacht werden müssen“, sagt Marcel Moonen und blickt durch die Eingangstür in den Saal hinein. Bis zum Wochenende sollen die letzten Malerarbeiten abgeschlossen, die Vorhänge auf der Bühne aufgehängt und die Feuerlöscher an den Wänden angebracht sein – und der Festsaal des Hauses Schlichternheide, das Bürgern und Soldaten als Begegnungsstätte dient und auch von Vereinen und Verwaltung für Veranstaltungen genutzt wird, in neuem Glanz erstrahlen.

Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin betreibt Moonen das Soldatenheim seit 2004. Vom Charme der 60er Jahre, den der 1968 gebaute Festsaal hatte, ist nichts mehr zu sehen. „Wenn ich mit dem Finger geschnipst habe, hat man das Echo fünf Minuten später gehört“, erinnert er sich zurück. In den vergangenen zehn Monaten wurden aber nicht nur die Licht- und Tontechnik aufwendig erneuert, auch die Belüftung und der Brandschutz genügen jetzt höchsten Ansprüchen. Für knapp eine Million Euro wurde der Festsaal komplett entkernt und modernisiert. „Alles wurde rausgerissen, am Ende war da nur noch das nackte Mauerwerk“, sagt Moonen. Große neue Scheinwerfer leuchten die Bühne aus, die Garderobe wurde in einer Nische versteckt und die Theke verlängert. Von der Decke hängen stylische runde Lampen in Terrakotta, der Fußboden ist grauanthrazit und die Wände nussbraun. „Das macht richtig was her“, so Moonen.

Bezahlt wurde die Modernisierung des Soldatenheims vom Bund, genutzt werden soll der Festsaal, der 320 Besuchern Platz bietet, von der Bevölkerung und der Bundeswehr gleichermaßen. Das war schon vor den Bauarbeiten der Fall. Bands sind hier aufgetreten, heimische Theatergruppen haben die Bühne genutzt, Vorträge wurden gehalten. „Für das Vereinsleben in Faßberg hat das Soldatenheim eine große Bedeutung“, sagt Bürgermeister Hans-Werner Schlitte. Auch Gemeinderatssitzungen haben hier schon stattgefunden. „Aber die Auslastung könnte noch besser sein, was die Vermarktung angeht, müssen wir uns noch etwas einfallen lassen.“ Am 11. Juli wird das Soldatenheim erst einmal offiziell eingeweiht.