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Faßberg Parteien in Faßberg uneins über Straßenreinigungsgebühr
Celler Land Faßberg Parteien in Faßberg uneins über Straßenreinigungsgebühr
17:27 04.11.2010
Straßenreinigung Quelle: Tore Harmening
Faßberg

Verdreckte Auffangkörbe in den Gullys, versandete Abwasserrohre. Diese Probleme kosten den Bauhof der Gemeinde Faßberg nach Darstellung der Verwaltung viel Zeit und Geld. Der Grund: Einige Grundstücksbesitzer machen ihre Gossen nicht ordentlich sauber. Deshalb will Faßberg künftig das Reinigen selber übernehmen und dafür von den Grundstücksbesitzern eine Gebühr erheben. Laut Winfried Hoff würde sie bei rund 35 Cent pro laufenden Meter Grundstück und Jahr liegen. Das macht für ein Grundstück von 25 Metern 8,75 Euro. Nachdem die Politik das Ansinnen der Verwaltung im vergangenen Jahr für erledigt erklärt hatte, kommt das Thema jetzt erneut auf die Tagesordnung. Und diesmal könnte die Entscheidung knapp ausfallen.

Denn die CDU ist nach Aussage des Bauausschussvorsitzenden Uwe Bockelmann für die Einführung einer solchen Reinigungsgebühr. „Die Kosten sind gering für den Einzelnen und die Gemeinde spart Kapazitäten, weil sie nicht dauern Teile des Abwassersystems reinigen muss, weil einige ihrer Reinigungspflicht nicht nachkommen“, sagte Bockelmann.

Die SPD will dieser Argumentation allerdings nicht folgen. „Es sind nur wenige, die diese Pflicht nicht erfüllen. Bei denen muss die Gemeinde das eben zur Not auch mit einem Bußgeld durchsetzen“, sagt Michael Bogmaier (SPD).

Mit einer gespaltenen Meinung bei den beiden großen Parteien wird die Frage wohl über die kleinen Gruppierungen entschieden. Dort ist die Meinung gemischt. Sowohl die Wählergemeinschaft Faßberg (WGF) als auch die Neue Wählergemeinschaft (NGW) haben sich noch kein abschließendes Urteil gebildet. Laut Klaus Beyer von der WGF ist bei ihnen die Tendenz eher pro Reinigungsgebühr, Heiner Hohls von der WGF ist eher negativ eingestellt.

Von Tore Harmening