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Faßberg Poller am Friedhof sollen es richten
Celler Land Faßberg Poller am Friedhof sollen es richten
17:37 22.02.2010
Faßberg

Eine große Beerdigung hat es vor einigen Wochen in Faßberg gegeben. Und da wurde das „Problem mit den parkenden Lastern wieder einmal richtig deutlich“, berichtete Michael Bogmaier (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Bemängelt wird auch immer wieder, dass einige der Zugmaschinen Kühlaggregate haben, die zu Lärmbelästigungen führen.

Beim Ausbau der Straße Gewerbering wurden zwar Stellmöglichkeiten geschaffen, um das Problem zu entschärfen, „aber die Zahl reicht ja offenbar nicht aus“, sagte der Bauausschussvorsitzende Uwe Bockelmann. Offenbar hat das größere Angebot für mehr Nachfrage gesorgt, sprich Laster, die sonst außerhalb des Ortes geparkt wurden, sind jetzt näher an Faßberg herangeholt worden.

Die Sozialdemokraten hatten deshalb beantragt, einige zusätzliche Stellplätze in Gewerbegebiet zu schaffen auf Flächen, die bisher noch nicht verkauft sind. Doch diese Variante wäre zum einen nur eine Übergangslösung, die endet, sobald es einen Investor für die Flächen gibt. Und sie wäre teuer. Für zehn Stellplätze, so legte die Verwaltung dar, müsste eine Fläche von rund 2000 Quadratmeter soweit befestigt werden, dass die 40-Tonnen-Fahrzeuge auf dem Boden nicht einsinken. „Bei geschätzten 75 Euro pro Quadratmeter wären das rund 150000 Euro“, heißt es in der Ausarbeitung zu dem SPD-Antrag.

Diese Variante scheidet angesichts der schlechten Haushaltslage der Nordkreis-Gemeinde aus. Trotzdem will die Politik erreichen, dass die Situation am Friedhof sich verändert. Dafür werden jetzt Holzpoller an der Ruhestätte aufgestellt. Gleichzeitig soll der ruhende Verkehr in Faßberg im Rahmen der Möglichkeiten überwacht werden. Letztlich sei es verboten, Anhänger ohne Zugmaschinen an der Straße abzustellen. Die Gemeinde ist auch laut Hoff nicht verpflichtet, Plätze vorzuhalten.

Aber ganz so einfach ist die Sache auch wieder nicht. „Jeder Laster, der in Faßberg abgestellt wird, bedeutet auch einen Arbeitsplatz für den Fahrer“, sagte Bauamtsleiter Winfried Hoff. Denn ein Teil der Brummi-Fahrer ist bei einer Speditionsfirma angestellt, die in Dänemark sitzt. Die Laster können nicht jedes Mal dorthin gefahren werden. Werden die Laster nahe der Autobahn auf einsamen Parkplätzen abgestellt, ist das Risiko zu hoch, dass die Planen von potenziellen Dieben zerschnitten werden, um zu schauen, was sich für Güter auf dem Lkw befinden.

In der Diskussion gab es deshalb auch die Überlegung, ob der Parkplatz am Schwimmbad zumindest in der Zeit, in der Herrenbrücke nicht geöffnet ist, für die Laster bereitgestellt werden könnte. Doch auch hier bleibt das Problem, dass die Fläche wohl erst ordentlich befestigt werden müsste, um sie für Laster zu präparieren. Diese Diskussion wurde deshalb zunächst vertagt.

Von Tore Harmening