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Faßberg Singkreis geht auf musikalische Reise
Celler Land Faßberg Singkreis geht auf musikalische Reise
19:02 29.09.2013
Müden (Örtze)

MÜDEN. Unter der Leitung von Bettina Nickel unternahmen die 25 Choristen dabei eine frohgestimmte Reise durch ausgewählte Länder, in denen sie mit dem begeisterten Publikum quasi Liedweise Station machten. Etwa in Prag mit dem Wanderlied der Studenten aus Josef von Eichendorffs „Leben eines Taugenichts“, das deren unbändige Freiheitsliebe und Naturverbundenheit zum Ausdruck bringt. Oder in Neapel, wo sie in dem beschwingten Volkslied „Tiritomba“ mit ihrem Gesang Mandolinen und Gitarren zum Klingen brachten.

Nickel führte ihren Chor in schwungvoller Mehrstimmigkeit durch das von ihr anekdotenreich moderierte Programm. Gute Laune war Trumpf in diesem Konzert, auch wenn mit dem Gospelsong „Kum ba yah, my Lord“, das ebenso wie das emotionsgeladene „Amazing Grace“ oder das melancholische „Deep River“ mit enormem Einfühlungsvermögen vorgetragen wurde, immer wieder auch Besinnliches auf dem Programm stand und mit emotionaler Tiefe zum Ausdruck gebracht wurde. Aber auch unbeschwert Heiteres wie das kirchliche Volkslied „Wenn ich ein Glöcklein wär“, bei dem sich der Chor geradezu in ein stimmvergnügtes Glockenspiel verwandelte. „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ hieß es in einem weiteren Liedbeitrag. Derart animiert ließ sich das Publikum auch nicht lange bitten, als es beim Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“ zum Mitsingen animiert wurde und spürbar machte, wie – dem Liedtext entsprechend – „Andacht und heilige Wonne die Seele durchdrang“.

Von Rolf-Dieter Diehl