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Faßberg Soldaten aus Faßberg in Mali-Einsatz verabschiedet
Celler Land Faßberg Soldaten aus Faßberg in Mali-Einsatz verabschiedet
15:15 24.01.2017
Von Christopher Menge
Einmarsch der Truppenfahne: Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow (kleines rechtes Bild), verabschiedet die ersten Soldaten aus Faßberg in den Mali-Einsatz. Gemeinsam mit dem Celler CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte (kleines linkes Bild, rechts), dem Faßberger Bürgermeister Frank Bröhl und dem Kommandeur Transporthubschrauberregiment 10, Oberst Christian Rüther (im Hintergrund), schreitet er anschließend die Front der angetretenen Soldaten ab. Quelle: Carsten König
Faßberg

Rund 200 Soldaten der drei Hubschrauberregimenter der Division – Faßberg, Niederstetten und Fritzlar – werden seit Anfang Januar in mehreren Wellen nach Mali verlegt. In seiner Rede hob der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Henning Otte, die Notwendigkeit des Einsatzes deutscher Hubschrauber hervor.

Als Ersatz für die niederländischen Helikopter, die im Frühjahr 2017 abgezogen werden sollen, wird Deutschland sowohl Transporthubschrauber vor allem für die Evakuierung von Verwundeten als auch Kampfhubschrauber stellen. Die Hubschrauber sind vor allem deshalb von Bedeutung, weil nur auf diesem Wege die rechtzeitige Rettung verwundeter Soldaten in dem weitgehend unwegsamen Wüstenland, aber auch der Schutz eigener Soldaten gewährleistet werden kann.

Für die Erweiterung des deutschen Mali-Einsatzes ist ein neues Bundestagsmandat erforderlich. Die Entscheidung wird Ende Januar 2017 erwartet. Die Vorbereitungen für diesen Einsatz laufen aber bereits jetzt schon auf Hochtouren. Die Bundesregierung beabsichtigt, den militärischen Beitrag bei Minusma substanziell und zeitlich begrenzt zu erhöhen. Kern ist dabei die Entlastung europäischer Partner sowie die verstärkte Beteiligung an den Hauptquartieren der Friedensmission in Gao und Bamako. Deutschland engagiert sich seit Ende Januar 2016 mit rund 600 Soldaten in der UN-Mission Minusma, die insgesamt aus über 13.000 Soldaten und etwa 2000 Polizisten aus über 50 Nationen besteht. Minusma gilt aufgrund der aktuellen Sicherheitslage als derzeit gefährlichste Mission der Vereinten Nationen.

Ab Freitag beginnt die Bundeswehr mit der Verlegung von je vier Hubschraubern der Typen NH90 und Tiger in den Mali-Einsatz Minusma. Der erste Hubschrauber vom Typ NH90 wird am Freitag amFlughafen Leipzig/Halle in ein Transportflugzeug verladen und nach Mali geflogen. Die restlichen Maschinen folgen in den nächsten Tagen und Wochen.