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Faßberg Tante-Hanna-Laden in Müden soll 2017 eröffnet werden
Celler Land Faßberg Tante-Hanna-Laden in Müden soll 2017 eröffnet werden
17:29 23.12.2016
Von Christopher Menge
Herwig Fock (links) und Rudolf Hensch warten sehnsüchtig auf die Eröffnung des Tante-Hanna-Ladens in Müden. Die Hoffnung ist groß, dass es im nächsten Jahr soweit ist. Quelle: Christopher Menge
Müden (Örtze)

MÜDEN. Einige Frauen aus dem Ort haben zwar den ehemaligen Lebensmittelmarkt an der Hauptstraße, in dem im kommenden Jahr der Tante-Hanna-Laden eröffnet werden soll, weihnachtlich geschmückt, doch ansonsten ist noch etwas Geduld gefragt. Anfang des neuen Jahres sollen alle Formalitäten zur Gründung der Bürgerbeteiligungsgesellschaft erledigt sein. Dann kann die Gesellschaft als Rechtsträger tätig werden. Auch Fock und Hensch, die der eigentlichen Arbeitsgruppe nicht angehören, wollen dann aktiv werden. „Alle Haushalte sollen einen Zettel mit der Info bekommen, wie man Anteile zeichnen kann“, sagt Fock.

Das Konzept sieht nämlich vor, dass die Bürger für einen Mindestbeitrag von vermutlich 50 Euro Anteile erwerben. Die Rendite von 2,5 Prozent erfolgt durch Einkaufsgutscheine. Der Sprecher der Arbeitsgruppe Michael Gebers hatte nach einer Informationsveranstaltung im Sommer dieses Jahres berichtet, dass 123.750 Euro für den Supermarkt in Müden zugesagt seien. „Jetzt kommt es zum Schwur“, sagt Fock, „wer bezahlt tatsächlich?“ Sorge, dass gemachte Zusagen zurückgezogen werden, hat er aber nicht. „Aber die Sache muss am Köcheln bleiben.“

Wenn die ersten Gelder bei der Gesellschaft eingegangen sind, ist die Politik in der Gemeinde Faßberg gefragt. Neben den bereits im Haushalt eingestellten 105.000 Euro für den Erwerb des Gebäudes muss der Rat grünes Licht für den Eigenanteil von knapp 50.000 Euro für die Sanierung geben, damit Leader-Mittel in Höhe von 150.000 Euro fließen können. Für den „Dorfladen Müden“ hatte die Gemeinde den bisher höchsten von der Lokalen Aktionsgruppe freigegebenen Leader-Zuschuss eingeworben. Auslöser war das enorme ehrenamtliche Engagement aus dem Ort.

„Alle Signale sind positiv“, betont Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl, „ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Jahr die Eröffnung des Ladens feiern können.“ Allerdings bedürfe es zunächst gründlicher Vorbereitungen, um spätere Hürden zu vermeiden. „Die Gründung einer Gesellschaft und die Entwicklung des Konzepts brauchen nun einmal einige Zeit“, sagt Bröhl.

Der Markt soll eine Mischung aus normalem Supermarktgeschäft und Online-Handel sowie Lieferservice sein, der regional verwurzelt ist. „Ökonomisch-ökologisch und nachhaltig“, sagte Gebers nach der Infoveranstaltung. Der Name geht auf Hanna Kohlmeyer zurück, die früher einen Laden am Neuen Damm hatte, bei dem wohl die meisten älteren Müdener ihre Bonbons und Lebensmittel gekauft haben. Beliefert werden soll der Laden „Tante Hanna – regional und frisch“ von Rewe. Im ersten Jahr soll ein Umsatz von 950.000 Euro generiert werden. Die Gewinne sollen für Projekte in Müden verwendet werden.