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Faßberg Wassermühle als Treffpunkt der Vielfalt
Celler Land Faßberg Wassermühle als Treffpunkt der Vielfalt
22:06 22.04.2018
Karola Uhde, alias „Frau Uhde“, ist mit ihren „KannenKiekern“ eine der drei Künstlerinnen und Künstler, die in der Gemeinschaftsausstellung „Treffpunkt Vielfalt“ in der Historischen Wassermühle in Müden ausstellen. Quelle: Christina Matthies
Müden (Örtze)

„In ihren Bildern und Objekten erleben wir die Vielfalt einer sich wandelnden Gesellschaft“, so Kulturkreis-Vorsitzende Karin Peters, die vor zahlreichen interessierten Gästen in die Ausstellung einführte. „Dabei hat jeder Künstler seine eigene Inspiration verarbeitet und seinen eigenen Stil umgesetzt.“

Karola Uhde, alias „Frau Uhde“, wird von der Liebe zum individuellen Design angetrieben: Die „KannenKieker“ der Wathlinger Künstlerin – eine stimmig arrangierte Auswahl ihrer mittlerweile knapp 200 Exponate ist derzeit in Müden zu sehen – sind Köpfe mit Persönlichkeit, die sie aus ausrangierten Kaffeekannen kreiert hat. Es sind abgelegte Produkte, denen Uhde hier durch kreativen Prozess eine zweite Chance gibt. „Ich bin Autodidaktin, mache alles, was mir einfällt“, erklärt sie. „Oft stelle ich die Dinge erst einmal auf den Kopf und erhalte so eine völlig neue Perspektive.“ Die Wahrnehmung des Betrachters zu irritieren, ihn zu einem Moment des Innehaltens zu bewegen – das ist es, was Uhdes Werke ausmacht.

US-Präsident Donald Trump auf dem „stillen Örtchen“, zwei Polospieler, die ihre teuren Pferde mit Spitzhacken anstelle von Gerten zu Höchstleistungen antreiben – in „Treffpunkt Vielfalt“ wirft Horst G. Brune einen satirischem Blick auf die Gesellschaft. Ein wenig Spott, ein wenig Ironie, und dabei stets auch ein leises Augenzwinkern: „Meine Bilder, Zeichnungen und Texte sollen bestimmte Ereignisse, Anschauungen oder Zustände kritisieren“, sagt der Celler Karikaturist über sich selbst. „Aber sie sollen auch glücklich machen, wie Schokolade oder Spaghetti mit Tomatensoße – trotz mancher Ernsthaftigkeit.“

Liane Langer schließlich zeigt in der aktuellen Frühjahrsausstellung des Faßberger Kulturkreises filigran gezeichnete Miniaturen. Als „Leinwand“ dienen der Künstlerin hier Naturfedern, die sie bei zahlreichen Spaziergängen aufgelesen hat. Wahrhaft meisterlich versteht es die Burgdorferin, mit Zeichenfeder und Tusche umzugehen – und man muss schon ganz genau hinschauen, will man jedes Detail ihrer Zeichnungen in sich aufnehmen.

Es sei eine farbenfrohe, abwechslungsreiche Ausstellung, die sich hier in Müden präsentiere, freute sich Peters zum Abschluss der Vernissage. „Kunst ist Vielfalt – und was Kunst ist, wird jeder für sich entscheiden.“

Von Christina Matthies

Der Faßberger Erikaweg von der Trauener Straße bis zum Knotenpunkt Moorweg, der Moorweg selbst und die Straße in Poitzen von Hausnummer 30 bis 66 in diesem Jahr; der Wacholder-, Kiefern-, Ginster- und Fichtenweg 2019 sowie der Eschen-, Buchen- und Akazienweg 2020 – auf der Website der Gemeinde Faßberg können sich die Bürger informieren, wann ihre Straße ausgebaut beziehungsweise saniert wird. "Die Eigentümer können sich darauf einstellen, wann ihre Straße dran ist", sagt der Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe im Faßberger Gemeinderat, Volker Nickel. Dennoch beschäftigt sich auch dieses Gremium mit den Straßenausbaubeiträgen.

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Der Verkehrsverein Müden hat mit einem offenen Brief auf die Ablehnung der Freundschaftsvereinbarung zwischen Faßberg und Spandau durch den Faßberger Gemeinderat reagiert. "Ein sachlicher, nachvollziehbarer und belastbarer Weg hin zu dieser ablehnenden Abstimmung ist auch bei neutraler Betrachtung der Entscheidung nicht zu erkennen. Und auch der gebetsmühlenartige Hinweis auf einen demokratischen Prozess verliert zusehends an Glaubwürdigkeit, wenn offensichtlich Parteipolitik vor Sachpolitik gestellt wird", kritisiert der Sprecher Paul Hicks. Mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und WGF war die Freundschaftsvereinbarung im Gemeinderat abgelehnt worden. Gruppensprecher Frank Bielfeldt sagte, dass man zwar nicht grundsätzlich gegen die Freundschaft sei, aber ein Zeichen gegen den Alleingang des Bürgermeisters setzen müsse.

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