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Hambühren Abpfiff im Sportpark Hambühren
Celler Land Hambühren Abpfiff im Sportpark Hambühren
10:46 27.01.2017
Von Simon Ziegler
Noch drei Monate, dann ist Schluss: Geschäftsführer Pawel Liniewski vor einem der beiden Soccer-Plätze im Hambührener Sportpark. Quelle: Michael Schäfer
Hambühren

HAMBÜHREN. In einem Brief an die Gäste des Sportparks gaben die Betreiber vor wenigen Tagen das Aus des Sportparks bekannt. Nach über sechs Jahren sei es „ein sehr schwieriger und harter Schritt, der leider unumgänglich ist“, heißt es in dem Schreiben.

Gegenüber der CZ begründete Pawel Liniewski die Entscheidung: „Es wäre jetzt fällig, Geld in den Sportpark zu stecken. Die Anlage ist aus den 70er Jahren. Man müsste in Isolierung, Dämmung und LED-Technik investieren. Außerdem ist das Dach an einigen Stellen undicht.“ Auch in die Sanitäranlagen und die Tennis-Plätze müsste Geld reingesteckt werden. „Bei der Größe der Anlage kommt schnell ein Betrag von einer Million Euro zusammen“, sagte Liniewski. Ohne Sanierung aber sei der Sportpark nicht konkurrenzfähig.

Die Sportstätte umfasst zwei Soccer- und drei Tennis-Plätze in der Halle. Außerdem gibt es drei Squash- und einen Multifunktionsplatz, auf dem zum Beispiel Badminton oder Tischtennis gespielt werden kann. Dazu kommt ein Wellness-Bereich mit zwei Saunen und die Gastronomie mit 100 Sitzplätzen. Im Außenbereich sind noch einmal drei Tennis-Plätze. Insgesamt umfasst das Areal fast zwei Hektar.

Ein Problem für die Betreiber ist es, dass sie in den Wintermonaten für den Sommer mitverdienen müssen. Der Sportpark ist das ganze Jahr über geöffnet, Pacht und Nebenkosten fallen immer an. Das Geschäft wird aber von September bis April gemacht, wenn beispielsweise die Fußballer in die Halle kommen. Doch die letzten Winter waren relativ mild. „Die Fußballer sind später im Jahr gekommen und früher wieder gegangen“, berichtet Pawel Liniewski.

Für die Celler Sportlandschaft ist das Ende in Hambühren ein schwerer Schlag. Das an einer Stelle konzentrierte Sportstätten-Angebot ist kreisweit einmalig. Entsprechend groß war das Einzugsgebiet, das bis nach Hannover reichte.

Immerhin macht die Stop-and-Lob-Tennisschule weiter. Zwar scheidet Liniewski aus; er will sich beruflich verändern. Martin Scholtz als alleiniger Geschäftsführer der Tennisschule und drei Trainer setzen die Arbeit fort. Im Sommer wird in den Partnervereinen trainiert. Für die Wintersaison wird noch nach einer Lösung gesucht.

Was aus dem Gelände am Hehlenbruchweg wird, ist völlig unklar. Bis jetzt gibt es keinen neuen Pächter, der den Sportpark ab Mai übernehmen könnte, sagte Frank Lahmann von "Kreye Immobilien". Das Unternehmen will die Immobilie verkaufen. Möglicherweise sei das Areal auch für anderes Gewerbe interessant, sagte er.