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Hambühren Ärger auf Kreis wächst
Celler Land Hambühren Ärger auf Kreis wächst
15:50 19.02.2010
Von Simon Ziegler
Hambührener Schule ist sauer: Was ist jetzt mit der Sanierung? Schulleiter Alker vor dem gesperrten Bereich bzw. in den Räumen der Schule Quelle: Torsten Volkmer
Hambühren

OVELGÖNNE. Es ist eine unendliche Geschichte: Seit Jahren sorgt die Sanierung des Hambührener Schulzentrums für Ärger bei Lehrern, Eltern und Schülern. Jetzt hat die Schulelternratsvorsitzende Marlis Wabnitz Landrat Klaus Wiswe einen Offenen Brief geschrieben. „Immer wieder wurden Zusagen nicht eingehalten. Wann werden diese Zusagen vom Landkreis Celle erfüllt?“, fragt Wabnitz. Und weiter: „Wie viele Schüler werden die Schule noch verlassen, ohne je einen Biologieraum gesehen zu haben?“

Anlass für ihren Unmut ist die Landkreis-Entscheidung, dass die Ausschreibung für den Anbau gestoppt wurde, obwohl „uns in einem Gespräch die Entscheidung bis Ende 2009 zugesagt wurde, wie und wann der Anbau erfolgt“. Wabnitz fordert, dass die Ausschreibung umgehend beginnt. Die Sommerferien 2010 müssten als Bauzeit genutzt werden.

Die Kreis-Politik hatte im September 2009 entschieden, dass der vorgesehene Anbau an das Gebäude I und der Abriss des ehemaligen Gebäudes der Astrid-Lindgren-Schule bis Ende des Jahres 2009 zurückgestellt wird. Hintergrund sind die rückläufigen Schülerzahlen und die landkreisweite Diskussion um die Fusion von Haupt- und Realschulen. Erster Kreisrat Matthias Krüger verwies gestern darauf, dass diese Grundsatz-Entscheidung noch nicht getroffen ist. „Wenn der Kreistag zustimmt, nehmen wir die Realisierung des Bauvorhabens wieder auf.“ Diese Entscheidung des Kreistages wird wahrscheinlich im März getroffen.

Schulleiter Rudolf Alker betonte, dass die Sanierung des Hauptgebäudes – Außendämmung, neue Fenster, Dach – inzwischen planmäßig umgesetzt werde. „Das Ende ist absehbar.“ Dass die Entscheidung über den Anbau ausgesetzt wurde, kann er aber nicht nachvollziehen. „Uns fehlen sowieso Fachräume. Den Anbau kann man nicht stoppen.“