Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren AfD-Schock in Hambühren
Celler Land Hambühren AfD-Schock in Hambühren
17:53 12.09.2016
Von Simon Ziegler
Hambühren

HAMBÜHREN. Hans-Günter Siewerin (UFO) glaubt, dass die Vandalismus-Serie in der Gemeinde zum starken AfD-Ergebnis beigetragen hat. „Es gibt offenbar eine massive Unzufriedenheit, wie mit dem Vandalismus in Hambühren umgegangen wird“, sagte er. „Wir werden uns stark von der AfD abgrenzen“, kündigte Siewerin an, „um deren Populismus aufzudecken“.

Auch Andreas Ludwig (SPD) glaubt, dass der Vandalismus den Rechtspopulisten in die Karten gespielt hat. „Ich bin sehr gespannt, was an konkreten Vorschlägen von der AfD kommen wird“, sagte Ludwig. Außer der Forderung, die Kindergarten-Gebühren abzuschaffen, habe er von der AfD in Hambühren noch nichts gehört.

Mit dem Abschneiden der Sozialdemokraten war Ludwig nicht unzufrieden, „weil wir im Gegensatz zur CDU zugelegt haben. Wir haben mit einem recht jungen Team ein gutes Ergebnis erreicht“. Teil des jungen Teams im Gemeinderat ist künftig auch Torben Brandt. Der 23-Jährige wurde einst bekannt, als er Sat1 nach Hambühren holte, und der Sender die Gemeinde schließlich zum schönsten Dorf Niedersachsens erklärte. Jetzt sitzt der Student als mit Abstand jüngster Ratsherr im Gemeinderat – und hat mehr Stimmen bekommen als so manch Etablierter der großen Parteien.

Das beste Ergebnis aller Kandidaten fiel auf Thomas Adasch. Mehr als 1000 Stimmen bekam der CDU-Landtagsabgeordnete, „darüber bin ich hochzufrieden“, wie er gestern sagte. Auch über das Abschneiden seiner Partei war er nicht unglücklich, „wir können insgesamt zufrieden sein“. Die CDU sei wieder die stärkste Kraft, das sei das wichtigste Wahlziel gewesen. Allerdings hat die CDU 3,4 Prozent verloren.

Eindeutiger Wahlverlierer sind aber die Grünen. Sie haben zwar immer noch 8,1 Prozent der Stimmen gewonnen, ihr Stimmenanteil wurde aber mehr als halbiert. Die Grünen haben künftig nur noch zwei Sitze, genau wie die FDP. Das hat zur Folge, dass der ehemalige Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Jörg Bode, es nicht in den Hambührener Rat geschafft hat. Auf ihn fielen nur 52 Stimmen.

CDU: Thomas Adasch, Edmund Hoffmann, Barbara Kolkmeier, Ralf Klapper, Hans-Jürgen Meine, Reiner Dralle, Lukas Nott, Ulrike Kramer, Jörg Lehne;

SPD: Andreas Ludwig, Torben Brandt, Ralf Rainer Volz, Anja Schulze, Maik Blötz, Andreas Trettin, Michael Hasselbach;

Grüne: Fred Kummerow, Felix Kummerow;

UFO: Hans-Günter Siewerin, Wolfgang Lüecke;

FDP: Dietrich Salzwedel, Dieter Sawischlewski;

AfD: Christian Zahl, Mike Reckmann.