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Hambühren Arbeiten an Brücke nicht wegen Genua
Celler Land Hambühren Arbeiten an Brücke nicht wegen Genua
10:47 22.08.2018
Fachleute haben gestern die Bodenschichten an der Bocksbrücke in Hambühren untersucht. Quelle: Oliver Knoblich
Hambühren

"Sie haben eine Baugrunderkundung vorgenommen", sagte Rick Graue, Fachbereichsleiter Brückenbau bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau in Verden. Dabei handele es sich um eine technische Untersuchung, auf deren Grundlage der Ersatzneubau geplant werde, führte er aus.

Die Arbeiten seien keine Reaktion auf das schwere Brücken-Unglück in Italien. Die Straßenbehörde veranlasse "keine Handlungen wegen Genua", wie Graue sagte. Es gebe bereits ein engmaschiges Raster der Überprüfung von Brücken. Konkret heißt das: Alle drei Jahre erfolgt bei jeder Brücke eine größere Kontrolle, dazu kämen "drei Sichtprüfungen im Jahr".

Die Bocksbrücke über den Fuhsekanal in Hambühren gehört zu den schlechtesten Brücken in Niedersachsen. Auf einer Skala für marode Brücken, die bis 4 geht, bekommt sie die Note 3,5. Noch schlechter ist nur eine Überquerung in Goslar. Das Bauwerk kurz vor dem Ortseingang von Hambühren I gehört zur vielbefahrenen B214. Im Hambührener Rathaus spricht man von einer "abrissreifen Brücke".

Die Landesbehörde hatte im Juli erklärt, dass ein Neubau geplant sei. Die alte Brücke soll abgerissen werden. Während der Bauarbeiten werde eine provisorische Überquerung über den Fuhsekanal errichtet, über die der Verkehr abgewickelt werden soll. Baubeginn könnte in drei Jahren sein. Der konkrete Zeitplan hängt auch davon ab, ob ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden muss oder nicht.

Von Simon Ziegler

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