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Hambühren Bachmanns Comedy-Club begeistert Publikum in Ovelgönne
Celler Land Hambühren Bachmanns Comedy-Club begeistert Publikum in Ovelgönne
19:32 28.03.2017
Dittmar Bachmann hat die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen.
Ovelgönne

OVELGÖNNE. Der Garbsener Dittmar Bachmann ist nicht nur selbst erfolgreicher Comedian, er organisiert auch seit 2008 seinen Comedy-Club im Raum Hannover mit wechselnder Besetzung. Für die Veranstaltung in Ovelgönne hatte er drei Künstler aus dem Ruhrgebiet eingeladen – eine gute Wahl: Sie begeisterten das Publikum.

Bachmann selbst machte seine Moderationen zu eigenständigen Comedy-Auftritten und sang dabei viel, zu Beginn auch das Kindergartenlied „Wir wollen uns begrüßen“. Das wirkte zunächst etwas albern, aber das Publikum machte den Spaß mit und taute auf.

Der Wahlkölner Johannes Schröder war Deutschlehrer am Gymnasium, hing seinen Beruf aber an den Nagel und steht nun als seine eigene Karikatur auf der Bühne. Um ein richtiges Gefühl von Schule aufkommen zu lassen, bat er sein Publikum um „gedehnte Langeweile" und „nonverbale Geringschätzung“. Neulich sei er in der Klasse 10a mit einer Tafelkritzelei als „Korrekt(h)urensohn“ bezeichnet worden. Er habe nicht die Bestrafung des Übeltäters veranlasst, sondern das Wort als geniale Wort-Neuschöpfung gelobt.

In seiner nächsten Moderation sang Bachmann zunächst wieder Kinderlieder, doch als er „Bolle“ anstimmte, wurde er von der Sangesfreude des Publikums völlig überrollt. Nebenbei schnappte er sich zur Freude des Publikums das Smartphone einer jungen Zuschauerin, die ihn gefilmt hatte, nahm nun sie auf, und machte schließlich von sich ein Grimassen-Video. Das Publikum genoss die Schadenfreude ausgiebig.

Er heiße mit Vornamen Marcel, erklärte Comedian Exner aus Oberhausen, das bedeute „der Kriegerische". Passend, wie Exner fand: "Ich krieg' ja auch immer was auf die Fresse.“ Als letzter Künstler begleitete sich Jens Heinrich Claasen zu seinen Songs am Piano. Er sang über sein schwieriges Dasein als Single, der immer zu „Spiele-Abenden“ eingeladen wird. Er sei stolz, erklärte er augenzwinkernd, in die zweite Strophe seines gleichnamigen Liedes aktuelle Politik eingebaut zu haben: „Beim Spiele-Abend stehe ich da wie holländische Kühe in Ankara.“

Die Veranstaltung bot eher harmlose Späße, aber die hatten einen ausgesprochen hohen Unterhaltungswert. Weitere Auftritte der Reihe sollen folgen.

Von Peter Bierschwale