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Hambühren Beim Baumschnitt den Hausmeisterschnitt vermeiden
Celler Land Hambühren Beim Baumschnitt den Hausmeisterschnitt vermeiden
13:03 15.03.2017
Hambühren

Etwa 20 Teilnehmer verfolgten interessiert, wie Obstbäume, Beerensträucher, Rosen und andere Pflanzen geschnitten werden. Erstaunt verfolgten die Teilnehmer, wie stark man einen Obstbaum zurückschneiden muss, damit er viele große Früchte trägt. Rodemann wies darauf hin, dass beim Steinobst (Kirsche, Pflaume, Mirabelle u. ä.) kein Frühjahrschnitt – der der Holzbildung dient – durchgeführt werden sollte, sondern nur während der Erntezeit ein Sommerschnitt. Hierbei kann zweckmäßigerweise der Zweig samt Früchten abgeschnitten werden und von diesem dann die Früchte im Sitzen gepflückt werden.

Nach dem Frühjahrsschnitt des Kernobstes der bis Ende April durchgeführt werden soll, wird auch zum Sommer­schnitt geraten. Dafür ist im Folgejahr kein Schnitt erforderlich. Rodemann rät, in die Baumscheiben Kapuzinerkresse oder Tagetes zu pflanzen, um den Schädlingsbefall zurückzudrängen. Um Nadelgewächse klein zu halten, können jetzt die Knospen ausgebrochen werden oder – wenn schon die Zweige schon getrieben haben – werden diese zu zwei Dritteln abgeschnitten. Rodemann empfiehlt, Frühjahrsblüher nach der Blüte schneiden.

Rodemann riet dann davor ab, einen Hausmeisterschnitt durchzuführen. Dabei werden an Sträuchern nicht die alten Triebe ausgeschnitten, sondern alle Zweige etwa in Hüfthöhe gleichmäßig gekürzt. Ebenfalls sollten bei Bäumen, nicht nur die Spitzen gekappt werden.

Zu Rosen bemerkte Rodemann: der Rosenstamm (von Buschrosen, Stammrosen und Kletterrosen) sollte im Spätherbst circa 10 bis 20 Zentimeter hoch mit Erde angehäufelt werden. Hierfür wird gut gelockerte Erde verwendet, jedoch keinen Kompost. Im Frühjahr muss dieser Winterschutz jedoch wieder gründlich entfernt werden, damit sich die Rose optimal entfalten kann. Als idealer Zeitpunkt für das Entfernen wird die Blüte der Forsythie angesehen. Urgesteinsmehl stärkt die Rosen gegen Blattläuse.

Zu guter Letzt wandte sich Rodemann der Rasenpflege zu. Er empfiehlt, den Rasen im Herbst zu vertikutieren und danach eine Herbstdüngung vorzunehmen. Dies verringert den Moosbefall deutlich stärker als das Vertikutieren im Frühjahr. Die niedrigen Bodentemperaturen im Frühjahr begünstigen den unerwünschten Wuchs von Pionier­kräutern

Von Werner Muck