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Hambühren Bürgermeisterwahl in Hambühren: Wer tritt für die CDU an?
Celler Land Hambühren Bürgermeisterwahl in Hambühren: Wer tritt für die CDU an?
18:20 06.06.2018
Von Simon Ziegler
Sowohl Barbara Kolkmeier als auch Edmund Hoffmann möchten für die CDU als Bürgermeister ins Rathaus Hambühren einziehen.
Hambühren

HAMBÜHREN. Der Parteivorstand hat sich in der vergangenen Woche nicht hinter einen der beiden Kandidaten gestellt und keine Empfehlung abgegeben. Somit haben die Mitglieder das Wort. Nach der Sommerpause werden sie darüber abstimmen, wen die CDU in das Rennen um die Hambührener Bürgermeisterwahl schickt.

Die Wahl findet voraussichtlich im Mai 2019 statt – parallel zur Europawahl. Bisher hat der Hambührener Feuerwehrchef Carsten Kranz angekündigt, als parteiloser Bewerber anzutreten. Als sicher gilt zudem, dass die SPD einen eigenen Bewerber aufstellt. Von weiteren Kandidaten ist bislang nichts bekannt.

Bei der CDU ist die Konstellation ungewöhnlich: Schließlich halten es die Christdemokraten in aller Regel so, dass ein Bewerber aufgebaut wird, der dann bei der Wahl auch antritt. Dass jetzt zwei Kandidaten zur Verfügung stehen, zeigt, dass es die klare Nummer eins in der Hambührener CDU offenbar nicht gibt – zumal das Rennen zwischen Kolkmeier und Hoffmann durchaus als offen eingeschätzt wird.

Als langjährige Partei- und Fraktionschefin müsste die Juristin Kolkmeier eigentlich die logische Kandidatin für die Herbst-Nachfolge sein. Dass dem nicht so ist, sei aber kein Misstrauen, schätzt sie die Lage ein. "Es ist positiv, dass wir in der CDU zwei geeignete Kandidaten haben", erklärte Kolkmeier, die seit 2011 im Gemeinderat sitzt. Schon seit 2010 ist sie die Vorsitzende der Hambührener CDU. In ihrer Partei werde "innerparteiliche Demokratie gelebt".

Die knapp 80 Hambührener CDU-Mitglieder werden in jedem Fall die Wahl zwischen zwei sehr unterschiedlichen Lokalpolitikern haben. Auf der einen Seite die 52-jährige Kolkmeier, die als Wortführerin der CDU im Gemeinderat auftritt. Die Bonnerin lebt seit 2004 in Hambühren und hat eine eigene Kanzlei. Sie sei wegen ihrer Fachkompetenz als Bürgermeister-Kandidatin vorgeschlagen worden, sagt sie. "Mich interessiert die Aufgabe. Mit dem Amt sind viele Gestaltungsmöglichkeiten verbunden", so Kolkmeier.

Auf der anderen Seite tritt der 57-jährige Edmund Hoffmann an, der seit sieben Jahren als stellvertretender Bürgermeister tätig ist. Der gebürtige Oldauer ist vielen Hambührenern aus der Schützengesellschaft Oldau bekannt, bei der er elf Jahre Vorsitzender war. Er engagiert sich auch im Heimatverein und beim Roten Kreuz und saß im Bürgerbus-Vorstand. Hoffmann arbeitet bei der Bundespolizei am Flughafen Langenhagen.

Auf der lokalpolitischen Ebene ist er gut vernetzt. Er ist im Hambührener CDU-Vorstand und stellvertretender Fraktionschef im Gemeinderat. "Ich sehe für mich gute Chancen, sonst würde ich nicht kandidieren. Ich bin von vielen Mitgliedern angesprochen worden, ob ich nicht für das Bürgermeisteramt kandidieren will", so Hoffmann. "Das Amt traue ich mir zu."

Ein interner Streit ist in den kommenden Wochen in der Hambührener CDU gleichwohl nicht zu erwarten. Kolkmeier und Hoffmann betonen beide, dass sie ein entspanntes und gutes Verhältnis zueinander haben.

Das jüngste Baugebiet in der Gemeinde Hambühren nimmt immer mehr Gestalt an. Und obwohl die Grundstücke am Ovelgönner Ortsrand noch nicht einmal erschlossen sind, sind schon jetzt alle Parzellen im Wohngebiet "Nördlich Auf dem Kampe" vergriffen. "Von den 58 Grundstücken sind 24 bereits verkauft, der Rest ist reserviert", sagt Bauamtsleiter Niels Jürgensen auf CZ-Anfrage. Interessenten können aber noch hoffen: "Wir führen auch eine Warteliste, für die man sich melden kann."

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