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Hambühren Celler Schützen wollen Tradition weiterführen (mit Bildergalerie)
Celler Land Hambühren Celler Schützen wollen Tradition weiterführen (mit Bildergalerie)
18:11 13.03.2017
Einmarsch der Standarten: Zum 64. Kreisschützentag kamen 300 Teilnehmer aus den 75 Vereinen, die Kreisschützenverband Celle Stadt und Land zusammengeschlossen sind, ins Hotel „Zur Heideblüte“ in Ovelgönne. Der Wintergarten war bis auf den letzten Platz besetzt. Quelle: Oliver Knoblich
Ovelgönne

OVELGÖNNE. Der Kreisspielmannszug unter der Leitung von Dirigentin Neele Schmidt sorgte für die musikalische Ausgestaltung. Für Schmidt und Kreishauptmusikleiter Werner Hahnraths war es eine passende Gelegenheit, die neu angeschaffte Marimba öffentlich vorzustellen, die wesentlich mit Mitteln der Regionalstiftung der Sparkasse Celle gekauft werden konnte.

Bemerkenswerte sportliche Erfolge, eine gesunde finanzielle Lage und relativ stabile Mitgliederzahlen: Das ist der Rahmen, in dem der Kreisschützenverband Celle Stadt und Land seinen diesjährigen Kreisschützentag am Samstag veranstaltet hat. Ausgerichtet wurde das Treffen von der Schützengesellschaft Oldau im Hotel „Zur Heideblüte“ in Ovelgönne mit rund 300 Teilnehmern aus den 75 Vereinen, die im KSV Celle zusammengeschlossen sind, prominenten Vertretern aus dem Kreissportbund, der kommunalen Verwaltung, dem Landtag und dem Bundestag als Ehrengästen.

Hubert Helbig, Vorsitzender der SG Oldau, und Bürgermeister Thomas Herbst aus Hambühren betonten in ihren Grußworten die Verpflichtung der Schützen, sowohl gewachsene Traditionen zu erhalten und an die Jugend weiterzugeben als auch im Schießsport für fundierte Ausbildung und Beteiligung zu sorgen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otte betonte in seinem Grußwort, dass er sich sowohl in Berlin als auch in Brüssel nachhaltig für eine Entschärfung des geplanten neuen Waffengesetzes eingesetzt hat, das wenig verständliche Auflagen hinsichtlich Waffengestaltung, Aufbewahrung und Benutzung enthalten sollte.

Landrat Klaus Wiswe sicherte den Schützen auch weiterhin finanzielle Unterstützung des Landkreises zu und war sich mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Adasch darin einig, besonders die erst 17-jährige Jessica Schrader vom Schützencorps Neuenhäusen mit ihren Erfolgen auf europäischer Ebene hervorzuheben.

Der Vorsitzende des Celler Kreisschützenverbands, Wilfried Ritzke, wies auf die aktuelle Zahl von 12.938 Mitgliedern in 75 Vereinen hin. Damit ist der KSV Celle der größte Kreisschützenverband in Niedersachsen. Das sei jedoch nach wie vor Anreiz genug für verstärkte Mitgliederwerbung, denn verglichen mit dem Jahr 2000 sei ein deutlicher und kontinuierlicher Rückgang von etwa 17 Prozent zu verzeichnen. Ritzke verwies auf Erfolge im sportlichen Bereich, besonders geprägt durch die Schützenvereine Wieckenberg und Freischütz Wathlingen in der Bundesliga. „Der Bundesstützpunkt der Schützen in Hannover ist vorerst gesichert“, sagte er. Ohne diesen Stützpunkt wären auf die Vereine erhebliche Probleme zugekommen, insbesondere finanzieller Art.

„Ihr Schützen übernehmt Verantwortung in der Gesellschaft und das ist heutzutage keineswegs selbstverständlich“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann. Es zeuge von großer Verantwortung, wenn Traditionen übernommen und weitergeführt werden, bei gleichzeitiger Förderung des Schießsports. (cz)

Von CZ