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Hambühren Celler beschweren sich über späte Post-Zustellung
Celler Land Hambühren Celler beschweren sich über späte Post-Zustellung
17:40 12.12.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Hambühren

Auch in Wietze soll es Probleme geben. „Es ist hier seit Anfang Oktober so, dass viele Privathaushalte tagelang keine Post bekommen und Briefe gänzlich verschwinden“, schildert Edda Cairns ihre Lage. Mitunter würde ein Brief von Celle nach Wietze sieben Tage brauchen. Sie hat sich nach eigener Auskunft schon mehrfach bei der Post beschwert.

Cairns sagt, dass sowohl Briefe als auch Pakete teilweise sehr spät geliefert würden. Die Wietzerin betreibt einen Bestellshop und ist beruflich darauf angewiesen, dass die Ware, die sie für ihre Kunden bestellt, auch pünktlich geliefert wird. Mitunter habe sie zehn Tage lang keine Pakete bekommen. Ihr Fazit: „Die Post kann wirklich nicht von einem Einzelfall reden.“

Vergangene Woche hatte der Hambührener CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch davon berichtet, dass die Post mehrfach samstags nicht mehr ausgetragen werde. Nachdem die CZ das Thema aufgriff, hätten sich viele Bürger bei ihm gemeldet, die ähnliche Erfahrungen schilderten, sagt er. Adasch hat das zum Anlass genommen, um den Vorstandsvorsitzenden der DHL Group, Frank Appel, anzuschreiben.

In seinem Landtagswahlkreis mit der Stadt Celle und den Gemeinden Hambühren und Wietze und wohl auch in weiteren Bereichen des Landkreises Celle häuften sich seit Tagen und Wochen massive Beschwerden über andauernde Mängel bei der Briefzustellung, schreibt Adasch. „So erfolgt seit geraumer Zeit meistens an Samstagen überhaupt keine Zustellung mehr. In Teilen meiner Heimatgemeinde Hambühren wurde in der letzten beziehungsweise vorletzten Woche zwischen Freitag und Dienstag nicht mehr zugestellt. Die Post kommt damit ihrer gesetzlichen Verpflichtung einer flächendeckenden Grundversorgung an den sechs Werktagen der Woche nicht nach und hält zudem die Zeitvorgabe 'Eplus1' – Einwurf plus ein Tag – nicht ein“, so der Abgeordnete, der die Schuld nicht bei den Austrägern sucht: „Vielmehr scheinen die Fehler im System zu liegen: Zu wenig Personal, zu geringe Bezahlung.“

Adasch fordert vom Post-Chef, dass die Mängel kurzfristig abgestellt werden. Das Unternehmen bestritt gegenüber der CZ erneut, dass es im Kreis Celle Personalprobleme gebe. „Wir haben in Hambühren und im Raum Celle keine grundsätzlichen Probleme“, sagte ein Sprecher. Punktuell könne es derzeit dazu kommen, dass verspätet ausgeliefert werde, was am hohen Sendungsaufkommen im Weihnachtsgeschäft liege. Das Unternehmen müsse 80 Prozent der Briefsendungen innerhalb eines Tages austragen. „Dem kommen wir nach“, sagte der Sprecher.