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Hambühren Drei Varianten für Erschließung des Neubaugebiets in Ovelgönne
Celler Land Hambühren Drei Varianten für Erschließung des Neubaugebiets in Ovelgönne
16:23 29.07.2016
Von Christopher Menge
Ovelgönne

OVELGÖNNE. "Das entspricht dem von uns gestellten und abgelehnten Antrag vom 21. Juni", wundert sich der FDP-Ratsherr Dieter Sawischlewski, "nach Meinung der FDP besteht nur eine sinnvolle Möglichkeit, das Gebiet für die Bebauung freizugeben: Neubau des Kindergartens auf der Nordseite der Straße in Anschluss an die Schule und Abriss des alten maroden Kindergartens. Dann kann die Straße An der Schachtbahn für die Erschließung des Neubaugebietes genutzt werden."

Währenddessen hat die Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU Hambühren, Barbara Kolkmeier, auf die Vorwürfe von Sawischlewski reagiert. "Mit der Wahrheit scheint es der FDP-Ratsherr Sawischlewski nicht so genau zu nehmen", schreibt sie in einer Pressemitteilung, "möglicherweise sind ihm aber auch schlicht die juristischen Begrifflichkeiten nicht bekannt." Die äußere Erschließung und damit die Anbindung des geplanten Wohngebietes an das Straßennetz sei nicht Gegenstand der Sitzung des Hoch- und Tiefbauausschusses gewesen.

Vielmehr stelle die Verwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusssitzung drei Varianten zur Erschließung des Gebietes vor. "Alle drei sehen eine Erschließung an die L298 in Ovelgönne vor. Eine Trassenführung über Hambühren I kommt darin nicht vor und wäre auch mit der CDU nicht zu machen", so Kolkmeier, "auch der Baustellenverkehr kann keinesfalls durch Hambühren I nach Ovelgönne geleitet werden. Dies werde ich mit aller Kraft gemeinsam mit meiner Fraktion verhindern." Entschuldigen sollte sich daher "lieber Herr Sawischlewski bei unserer Bevölkerung für die Irreführung", so die CDU-Politikerin.

Die Verwaltung hat die möglichen Varianten farblich benannt. Die etwa 160 Meter lange blaue Trasse "Verlängerung der Straße An der Schachtbahn", die etwa 152.000 Euro kosten würde, hat nach Auffassung der Verwaltung den Nachteil, dass die bereits angespannte Verkehrssituation in der Straße An der Schachtbahn noch verstärkt werden würde. Auf der anderen Seite wäre das die direkteste und kostengünstigste Anbindung.

Die grüne Trasse würde durch den derzeitigen Lebensraum der Zauneidechsen nördlich der Grundschule Oldau verlaufen. An Kosten würden für die 290 Meter lange Erschließungsstraße, für eine Linksabbiegerspur auf die L298 und für den Grunderwerb insgesamt 555.500 Euro anfallen. Dafür würde es hier keine Belastung der vorhandenen Infrastruktur (Schule, Kiga, Straßen, Anlieger) durch Baustellen- und späteren Anliegerverkehr geben. Dafür sind die Kosten vergleichsweise hoch und die Zauneidechsen könnten dafür sorgen, dass die Variante gar nicht möglich ist.

Keine Belastung der vorhandenen Infrastruktur ist auch der positive Aspekt der 765 Meter langen und theoretisch denkbaren gelben Trasse, die ebenfalls nördlich der Grundschule verlaufen würde. Mit 906.750 Euro ist sie aber am teuersten.