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Hambühren Es geht um mehr als Feuerlöschen
Celler Land Hambühren Es geht um mehr als Feuerlöschen
18:12 15.08.2010
Eisrettung im Sommer: Zwei Taucher der Feuerwehr Celle zeigen, wie es im Ernstfall gemacht wird. Quelle: Joachm Gries
Hambühren

HAMBÜHREN. Wie viele Punkte hab ich bekommen?“, Bjarne Schmidt aus Eldingen wollte es gleich wissen, nachdem er am Sonnabend auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Celle in Hambühren gezeigt hatte, wie ein Stand­rohr zur Löschwasserentnahme am Unterflurhydraten angeschlossen wird. Neun von zehn Punkten hatte er an dieser Station des Wettbewerbs zur Jugendflamme 2 von Celles Stadtjugendfeuerwehrwart Jürgen Götze bekommen. Der 13-Jährige Eldinger stellte sich mit drei weiteren Jungen und einem Mädchen der Jugendfeuerwehr Eldingen den vier Aufgaben und der Dorfrallye.

Vorführungen gaben einen Einblick in die vielfältigen Arbeiten der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Celle. Es werden nicht nur Brände gelöscht und technische Hilfeleistung nach Unfällen gegeben, die Männer und Frauen der Wehren werden auch gerufen, wenn gefährliche Stoffe geborgen werden müssen, bei der Wasserrettung oder Eisrettung, beim Bergen von gefährlichen Stoffen. Und sie machen Musik. Das Deutsche Rote Kreuz, das bei vielen Einsätzen mit der Feuerwehr Hand in Hand zusammenarbeitet, zeigte am Sonnabend Reanimationsvorführungen und stellte die Hundestaffel vor.

Die rasante technische Entwicklung das Feuerlöschwesen verdeutlichte ein Rundgang über das Gelände. Von der Handdruckpumpe bis zur modernen Drehleiter, alles wurde vorgestellt und erläutert.Dass sich auch in den jüngsten Jahrzehnten viel getan hat, wurde am Einsatzleitwagen aus Bergen demonstriert. Bei der Waldbrandkatastrophe von 1975 sei die Wanderkarte auf der Kühlerhaube das wichtigste Hilfsmittel der Einsatzleitung gewesen, sagte Christian Brammer von der Ortsfeuerwehr Wohlde. Längst nicht alle Fahrzeugen hatten damals Funk. Der Kauf geländegängiger Fahrzeuge mit Wasser an Bord, die Ausrüstung mit Funk und die Anschaffung einheitlicher Waldbrandeinsatzkarten waren die Folge von 1975. Brammer und seine Feuerwehrkameradin Annette Stucke sind zudem im Team der technischen Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr Bergen tätig. Sie dient bei großen Einsätzen zur Unterstützung des örtlichen Einsatzleiters. „Feuerwehr ist immer Teamarbeit“, sagte der 36-Jährige.

An junge Besucher wandten sich Jörg Dickmann und Matthias Blazek vom Kreisfeuerwehrverband. Brandschutzerziehung ist ihrer Ansicht nach ganz wichtig, aber Niedersachsens Brandschutzgesetz isieht sie nicht vor. Schon im Kindesalter sei die Vermittlung des richtigen Verhalten im Brandfall ganz wichtig.

Am Nachmittag wurde den erfolgreichen Teilnehmern die Jugendflamme 2 verliehen. Und erfolgreich waren alle 50 Teilnehmer aus dem Kreisgebiet.

Von Joachim Gries