Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hambühren Feuerwehr-Chef will Hambührener Bürgermeister werden
Celler Land Hambühren Feuerwehr-Chef will Hambührener Bürgermeister werden
15:35 27.04.2018
Von Simon Ziegler
Lebt seit fast 25 Jahren in Hambühren: Carsten Kranz, Ortsbrandmeister der Hambührener Feuerwehr, möchte bei der Bürgermeister-Wahl 2019 antreten. Quelle: David Borghoff
Hambühren

HAMBÜHREN. Sein Schritt kommt dem Vernehmen nach für die Politik ziemlich überraschend. Er selbst trägt sich seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, als Rathaus-Chef zu kandidieren. Sein Vorgehen wirkt ziemlich professionell. Gestern hat er seine Internetseite www.carsten-kranz-hambuehren.de freigeschaltet, auf der er über seine Ziele informiert. Der 45-Jährige hat ein Unterstützer-Team aufgebaut – bestehend aus befreundeten Hambührenern, die in ganz verschiedenen Feldern Experten sind. Auch den Zeitpunkt seiner Kandidatur hat er ganz bewusst gewählt. „Ich wollte der Erste sein und ein Zeichen setzen“, sagt der Hambührener Feuerwehr-Chef.

Der Tenor ist klar: Der Mann meint seine Kandidatur verdammt ernst. „Ich will das machen, weil ich gestalten will“, erklärt er. Freunde und Bekannte hätten ihn motiviert, bei der Wahl anzutreten. Und er glaubt an seine Chance. „Ich bin ein selbstbewusster Mensch. Wenn ich nicht daran glauben würde, würde ich es nicht machen.“

Carsten Kranz sieht sich politisch in der Mitte. Wichtig ist ihm die parteipolitische Unabhängigkeit. „Die Bürgermeister-Wahl ist eine Personenwahl“, betont er. Für ihn wird es kaum ein Nachteil sein, dass er als Feuerwehrmann in Hambühren über einen ziemlichen Bekanntheitsgrad verfügt. Der 45-Jährige ist seit elf Jahren Ortsbrandmeister. Er hat bereits angekündigt, dass er das Amt im kommenden Jahr zur Verfügung stellt. „Nach dann zwölf Jahren ist es Zeit für einen Nachfolger.“

Carsten Kranz kommt gebürtig aus Wietze. Zu Hambühren gibt es ganz alte familiäre Verbindungen, seine Uroma stammt aus Oldau. Kranz lebt seit fast 25 Jahren in Hambühren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Familie ist in Hambühren I zu Hause. Er arbeitet als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung bei der Lebenshilfe in Celle.

Als Politiker hat er bisher keine Erfahrungen. Als Spitzenkraft der Feuerwehr hat der 45-Jährige aber regelmäßig mit der Verwaltung und dem zuständigen Fachausschuss zu tun. Kranz wirkt, als wisse er genau, was auf ihn zukommt. Ideen, wie es mit Hambühren weitergeht, hat er jede Menge. So will er sich für die Wirtschaftsförderung stark machen und Existenzgründer unterstützen. Carsten Kranz möchte ein „attraktives und servicefreundliches Familienbüro im Rathaus einrichten“, das Ansprechpartner für Familien, Jugend und Senioren sein soll. In die Sportstätten müsse investiert, die Pressearbeit des Rathauses verbessert werden.

Für seine Kandidatur muss Carsten Kranz als parteiloser Einzelbewerber 120 Unterschriften von Bürgern sammeln, was kein Problem sein sollte. Dass er seinen Hut in den Ring wirft, setzt vor allem CDU und SPD unter Druck. Für die beiden großen Parteien dürfte es in Sachen Herbst-Nachfolge nicht einfacher werden, wenn sich ein bekannter Feuerwehr-Chef mit Konzept und Ideen zur Wahl stellt.

Er hat seine Entscheidung getroffen: "Ich werde bei der nächsten Bürgermeister-Wahl nicht mehr antreten", sagte Hambührens Bürgermeister Thomas Herbst auf CZ-Anfrage, nachdem entsprechende Gerüchte die Runde machten. Er habe bereits seine Rathaus-Mitarbeiter informiert, so Herbst weiter.

Simon Ziegler 20.04.2018

Es gab schon Befürchtungen, der zweite Sponsorenlauf der Auferstehungsgemeinde zugunsten der „Aktion 150“ würde buchstäblich ins Wasser fallen, so heftig regnete es in der Nacht. Doch als Organisatorin Edelgard Schiemann um 15.30 Uhr das Signal zum Start gab, herrschten ideale Laufbedingungen.

15.04.2018

Jetzt liegt auch in Hambühren ein Antrag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf dem Tisch. Die SPD-Fraktion hat sich entschieden: Die Hausbesitzer sollen nicht länger mit vier- oder gar fünfstelligen Beiträgen an den Sanierungskosten ihrer Straße beteiligt werden. Die Sozialdemokraten fordern daher die Abschaffung der alten Abrechnungsregularien rückwirkend zum 1. Januar 2018.

Simon Ziegler 10.04.2018